„Ich brauchte Zeit“: FC statt Spanien! Skhiri erklärt sein langes Zögern

Ellyes Skhiri nach seinem Comeback für den 1. FC Köln in Würzburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
Ellyes Skhiri nach seinem Comeback für den 1. FC Köln in Würzburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

Drei Jahre nach seinem ablösefreien Wechsel zu Eintracht Frankfurt trägt Ellyes Skhiri wieder den Geißbock auf der Brust. Doch der 1. FC Köln musste lange auf die Rückkehr des Tunesiers warten. Vor dem Bundesliga-Auftakt erklärt der 31-Jährige seinen Kaugummi-Transfer. Skhiri über…

…seine ersten Eindrücke nach der Rückkehr zum 1. FC Köln: „Ich war drei Jahre weg, aber es gibt noch einige bekannte Gesichter – das hilft sehr. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Es gibt viele junge Spieler, viele Talente. Ich kenne den Verein, kenne die Atmosphäre hier.“

…seine neue Rolle beim FC: „Ich will der Mannschaft mit meiner Erfahrung, meiner Arbeit und meiner Disziplin helfen. Das ist meine Rolle. Ich werde nicht der Lauteste sein – aber ich probiere, Disziplin und Qualität reinzubringen.“

…seine schwierige letzte Saison mit Eintracht Frankfurt und die bittere WM mit Tunesien: „Das letzte Jahr war nicht einfach für mich. Ich habe weniger gespielt, war ein bisschen verletzt. Auch die Weltmeisterschaft war nicht gut. Jetzt habe ich neue Ziele und neue Ambitionen. Ich werde noch mal 100 Prozent arbeiten und kämpfen für den Verein.“

Skhiri: „Am Ende war der FC die beste Option für mich“

…seinen Transfer zum FC, der sich über Monate zog: „Es ist richtig, dass ich viel mit dem Verein gesprochen habe. Es war nach der Weltmeisterschaft nicht so einfach für mich. Ich brauchte ein bisschen Zeit, um zu wissen, was ich für die Zukunft will. Am Ende war der FC die beste Option für mich. Dass sich die Leute über meine Rückkehr freuen, gibt mir viel Motivation. Jetzt habe ich eine neue Rolle, bin zurück. Ich weiß, dass die Erwartungen sehr hoch sind – aber ich bin bereit dafür und werde für unsere Ziele arbeiten.“

…Alternativen zum FC: „Ich bin jetzt 31, deshalb war diese Transferperiode wichtig für mich. Ich habe anfangs darüber nachgedacht, ein neues Land kennenzulernen, und hatte ein paar Angebot – unter anderem aus Spanien. Aber die beste Entscheidung war Köln. Meine Familie ist auch sehr glücklich darüber, vor allem meine Frau.“

Ich denke, ich brauche noch ein paar Wochen, um auf mein bestes Level zu kommen.

Ellyes Skhiri

…seine Freistellung in Frankfurt und die verpasste Vorbereitung: „Ich brauche noch ein bisschen Zeit, weil meine Vorbereitung mit Eintracht nicht optimal war. Es war eine schwierige Phase für mich, über die ich nicht viel reden will. Jetzt fokussiere ich mich auf den FC. Ich denke, ich brauche noch ein paar Wochen, um auf mein bestes Level zu kommen.“

…seine Gespräche mit Trainer René Wagner: „Wir haben viel gesprochen. Ich kenne René aus unserer früheren Zusammenarbeit. Das hilft, wir Fußballer brauchen Vertrauen. Die Gespräche mit Köln, auch mit Thomas Kessler und Tim Steidten, waren immer sehr gut. Sie haben das super gemacht.“

Von El Malas Verlängerung überrascht

…seine Ziele mit dem FC: „Ich will einfach mein Bestes geben. Der Verein hat mir viel Vertrauen gegeben, das war wichtig. Ich merke, dass die Leute hier glücklich sind, dass ich da bin – das bin ich auch. Ich will mit Herz spielen. Der Trainer hat uns gesagt: Die Leute erwarten Leidenschaft. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir eine super Saison spielen. Vielleicht haben wir nicht die beste Qualität der Bundesliga, aber mit Leidenschaft und der Unterstützung der Fans können wir ein tolles Jahr schaffen.“

…Said El Malas Vertragsverlängerung: „Davon hatte ich keine Ahnung, als ich unterschrieben habe. Aber es war eine schöne Überraschung. Wir sind alle sehr glücklich, dass er bleibt. Wir wissen um seine Qualitäten und seine Rolle in der Mannschaft. Ich hoffe für den ganzen Verein, dass er eine super Saison spielen wird.“

…die Vorfreude auf sein Comeback im RheinEnergieStadion gegen Hoffenheim: „Darauf freue ich mich sehr. Hoffenheim wird nicht einfach. Sie haben letztes Jahr super gespielt und haben die gleiche Mannschaft, den gleichen Trainer. Sie spielen sehr intensiven Fußball. Sie werden mit Pressing kommen, auf diese Intensität müssen wir vorbereitet sein.“

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