Das Skhiri-Comeback: „Er macht einfach einen super Job“

Kaum auf dem Platz, schon Chef: Ellyes Skhiri in Würzburg. (Foto: IMAGO / Frank Scheuring)
Kaum auf dem Platz, schon Chef: Ellyes Skhiri in Würzburg. (Foto: IMAGO / Frank Scheuring)

Ellyes Skhiri hat am Montagabend bei den Würzburger Kickers sein Comeback für den 1. FC Köln gefeiert. Der Tunesier war nach seiner Einwechslung sofort Chef auf dem Platz.

In der 75. Minute war es soweit: Als Gideon Mensah nach einer Grätsche mit Krämpfen am Boden lag, holte sich Ellyes Skhiri die letzten Instruktionen bei Co-Trainer Armin Reutershahn ab und kam schließlich für den Linksverteidiger in die Partie. Freilich nicht positionsgetreu: Alessio Castro-Montes rückte nach links, Tom Krauß aus dem Zentrum nach rechts und Skhiri war wieder im Herzen des 1. FC Köln zurück.

Rund 20 Minuten später konnte Skhiri seinen Comeback-Sieg mit dem FC feiern. Der DFB-Pokal als Startrampe für den Tunesier, der erst am Freitag erstmals mit der Mannschaft trainiert hatte. Die Rückkehr von Eintracht Frankfurt hatte sich hingezogen, der erste Einsatz im alten, neuen Trikot hingegen ging schnell.

Schwäbe lobt – Kessler bittet um Zeit

„Man hat heute gesehen, dass Ellyes keine Angst hat, er scheut keinen Pass, keinen Zweikampf“, freute sich Kapitän Marvin Schwäbe hinterher über den Rückkehrer. „Er ist da, präsentiert sich sauber wie damals auch. Er macht defensiv für mich einfach einen super Job und hat nach vorne gute Tiefenläufe. Er macht einen richtig guten Eindruck.“

Skhiri war sofort wieder der Chef auf dem Platz, dirigierte, gab Anweisungen, bot sich an, forderte die Bälle. Auch, wenn Sportchef Thomas Kessler bemerkte: „Man hat schon gemerkt, dass er noch ein bisschen Zeit braucht.“ Was allerdings auch kein Wunder ist. In Frankfurt bestritt er keine Testspiele, trainierte nicht mit den Profis. „Wer ihn kennt, weiß: Ihm fehlt zwar noch der Rhythmus, aber mit seiner Präsenz und der Art und Weise, wie er auf dem Platz auftritt, merkt man, dass die Jungs ihn sofort suchen und er der Mannschaft ein gutes Gefühl gibt“, lobte auch Kessler.

Wagner muss die Lösung finden

Ob Skhiri am Samstag schon ein Kandidat für die Startelf sein wird, wird sich in den kommenden Trainingstagen herausstellen. Cheftrainer René Wagner dürfte nach der Leistung in Würzburg wissen, dass ein spielfitter Skhiri so schnell wie möglich benötigt wird. Ob dann Tom Krauß auf die Bank muss? Oder ob Isak Johannesson auf die Zehn geschoben wird? Wagner muss eine Lösung im Mittelfeld finden, und Skhiri soll der Schlüssel sein. Am Montag hat er sich zumindest mit den ersten Minuten zurückgemeldet – nach drei Jahren hat der FC endlich wieder einen Mittelfeld-Boss.

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