Gideon Mensah hat beim Sieg gegen die TSG Hoffenheim gezeigt, was sich der 1. FC Köln von ihm erhofft. Nach Anlaufschwierigkeiten in der Vorbereitung überzeugte der Ghanaer bei seinem Bundesliga-Debüt an beiden Enden des Spielfelds.
Bei der Generalprobe in Paderborn wackelte er bedenklich, auch beim Pokal-Weiterkommen in Würzburg wirkte er nicht wirklich sattelfest – doch zum Bundesliga-Auftakt war Gideon Mensah voll da. Der Linksverteidiger gehörte beim 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim zu den stärksten Akteuren des 1. FC Köln.
„Das war heute ein Schritt nach vorne für ihn“, lobte Sportchef Thomas Kessler am Samstagnachmittag. Das galt leistungstechnisch und für Mensahs Wahrnehmung im Umfeld. Nach den vergangenen Wochen – nach der vorzeitigen Auswechslung in Würzburg aufgrund von Krämpfen – galt die Linksverteidiger-Position gewiss nicht als sorgenfrei. Zumal die Verpflichtung einer Alternative zu Mensah weiterhin aussteht.
El Mala hat Spaß mit Mensah
Gegen Hoffenheim demonstrierte der 28-Jährige nun zunächst mal, was sich der FC von ihm erhoffen kann, wenn er sein wahres Gesicht zeigt. Trotz der durchaus hochklassigen rechten Hoffenheimer Seite mit Patrick Wimmer und Vladimir Coufal wirkte Mensah deutlich stabiler als noch am Montag im DFB-Pokal. Trotz des zweiten Spiels in nur sechs Tagen hielt er über die volle Distanz durch und setzte sogar entscheidende Akzente nach vorne.
Vor dem 1:1-Ausgleich durch Said El Mala brachte der WM-Teilnehmer den Ball in die TSG-Hälfte, beim 2:2 durch Thijs Dallinga schickte er Vorbereiter Linton Maina auf der linken Seite steil. „Gideon und ich verstehen uns super auf und neben dem Platz. Er ist ein guter Typ. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen“, sagte El Mala im Anschluss.
Ich hoffe, dass am Ende meiner Zeit hier jeder weiß, dass ich einer der besten Linksverteidiger der Liga bin.
Gideon Mensah
Kessler sah sich derweil bestätigt. „Es ist nicht ganz so einfach für Gideon“, wiederholte der FC-Geschäftsführer im Rückblick auf Mensahs Sommer seine vorherigen Aussagen: „Du bist bei der WM, bist nur unterwegs. Dann willst du ein paar Tage Urlaub machen, bist sofort krank.“ Exakt so erging es Mensah, der erst im Laufe des Trainingslagers in Kitzbühel zur Mannschaft stieß.
Die Zeit hilft Mensah
Dabei hatte er eigentlich sogar auf einen Teil seines WM-Urlaubs verzichten wollen. „Um zu zeigen, dass er da ist und warum wir ihn geholt – dass er für den FC Gas geben will“, erklärte Kessler. Bekanntlich wurde dieser Plan von einem hartnäckigen Infekt torpediert. „Das hat er natürlich mit sich rumgeschleppt. Gideon braucht einfach auch ein bisschen Zeit.“
Mit dem überzeugenden Auftritt gegen Hoffenheim ging Mensahs Entwicklungskurve klar in die richtige Richtung. „Wir werden noch viel Freude an ihm haben“, zeigte sich Kessler überzeugt. Macht der Ghanaer so weiter, könnte sich womöglich sogar sein großes persönliches Ziel erfüllen. „Ich hoffe, dass am Ende meiner Zeit hier jeder weiß, dass ich einer der besten Linksverteidiger der Liga bin“, sagte Mensah in einem Interview mit dem Portal Flashscore.








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