Fast drei Monate sind seit dem letzten Heimspiel des 1. FC Köln vergangen. Samstagnachmittag füllen sich die Ränge im RheinEnergieStadion endlich wieder. Für die Neuzugänge ist das Testspiel gegen Real Sociedad ein erster Vorgeschmack auf die Müngersdorfer Wucht.
Die „außergewöhnliche Unterstützung der FC-Fans“, wie es beispielsweise bei der Vorstellung von Gideon Mensah hieß, bleibt beim 1. FC Köln eigentlich in keiner Präsentation eines Neuzugangs unerwähnt. Für nahezu jeden Spieler ist die Kulisse im RheinEnergieStadion einer der wesentlichen Gründe für die Unterschrift bei den Geißböcken.
Am Samstagnachmittag, wenn für das Testspiel-Highlight gegen Real Sociedad wohl rund 40.000 Zuschauer nach Müngersdorf pilgern, können die Kölner Zugänge diese Kulisse erstmals hautnah erleben. Gideon Mensah und Luka Lochoshvili dürften in der Startelf stehen. Paul Okon-Engstler und Reigan Heskey, die am Freitagabend beim ersten Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit begannen (hier geht’s zum Spielbericht), könnten von der Bank kommen.
Wagner: „Jeder freut sich, dass es wieder losgeht“
Schon die öffentlichen Trainingseinheiten mit teils mehr als 1000 Fans am Geißbockheim zeigten den Neuen und der gesamten Mannschaft, wie groß die Vorfreude auf die Saison ist. „Es ist meine fünfte Vorbereitung beim 1. FC Köln. Ich hatte im Sommer nie das Gefühl, dass keine Euphorie dagewesen wäre“, sagt Trainer René Wagner und weiß: „Jeder freut sich, dass es wieder losgeht. In dieser Stadt sind alle verrückt auf den 1. FC Köln.“
Mensahs Worte über die große Unterstützung waren im Übrigen keine leeren Worte. Kaderplaner Tim Steidten kennt den Linksverteidiger schon seit Jahren und wusste: Tradition, Fans und Emotionen sind für ihn wichtige Faktoren. Sie halfen, den ghanaischen WM-Teilnehmer vom ablösefreien Wechsel nach Köln zu überzeugen.
Wir wollen das als Stadt und Verein gemeinsam machen, geben gemeinsam Gas.
René Wagner
Nun wiederum darf sich Mensah überzeugen, dass ihm nicht zu viel versprochen wurde. Für ihn ist der Test gegen Real Sociedad gleichzeitig das Debüt im FC-Trikot. Das 2:2 gegen Hertha BSC hatte der 28-Jährige nach seinem WM- und krankheitsbedingt verspäteten Einstieg in die Vorbereitung noch verpasst.
Real Sociedad ohne WM-Star Oyarzabal
Einen Weltmeister bekommen die Fans in Müngersdorf nicht zu sehen: San Sebastians Kapitän Mikel Oyarzabal, der mit fünf Treffern Spaniens erfolgreichster Torschütze beim Titelgewinn in den USA, Kanada und Mexiko war, hat nach dem Triumph noch Sonderurlaub. Ein kleiner Wermutstropfen.
Doch der Fokus der Zehntausenden Zuschauer wird ohnehin dem neuen FC-Team gelten, das drei Wochen vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel gegen Hoffenheim für Aufbruchsstimmung sorgen will. „Wir freuen uns auf jeden, der Samstag im Stadion steht. Wir wollen das als Stadt und Verein gemeinsam machen, geben gemeinsam Gas“, verspricht FC-Trainer René Wagner.








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