Erfolgscoach empfahl Neuzugang: Besondere Rolle für Borna Sosa

Borna Sosa im Training beim FC. (Foto: Bucco)
Borna Sosa im Training beim FC. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat mit Borna Sosa einen besonderen Transfer am Deadline Day getätigt. Der Linksverteidiger kommt als Herausforderer von Gideon Mensah – und mit einer Sonderrolle im Gepäck.

Als der 1. FC Köln einen neuen Linksverteidiger suchte, kam am Geißbockheim irgendwann eine Idee auf: Borna Sosa, Ex-Stuttgarter, gewaltiger Linksfuß, aber vermeintlich außer Form. Der 28-Jährige hat drei schwere Jahre hinter sich, zuletzt auch bei Crystal Palace. Würde er dem FC helfen können?

Nach GEISSBLOG-Informationen entschieden sich die Kölner letztlich für Sosa, weil ein Erfolgscoach den Ausschlag gab. Oliver Glasner empfahl Sosa den Kölnern, nachdem sich der FC beim letztjährigen Palace-Coach rückversichert hatte. Denn Glasner hatte auf Sosa meist verzichtet, ihn in England nur selten eingesetzt, trotz Conference-League-Titel.

Glasner empfahl Sosa trotz geringer Einsatzzeit

Doch Glasner war demnach voll des Lobes für den Kroaten. Starke Trainingsleistungen, guter Charakter, Teamplayer, körperlich fit – das einzige Problem für England: die fehlende Körperlichkeit für das so besondere Spiel in der Premier League. Glasner hatte Sosa schon zu Frankfurter Zeiten aus Stuttgart holen wollen, und als sich Jahre später die Chance auftat, ihn nach England zu locken, schlug der Österreicher zu. Das Problem: Sosa konnte für Palace nicht an seine alte Stärke anschließen.

Zu schwer waren die Vorjahre gewesen: In Amsterdam als Wunschspieler von Sven Mislintat schnell wieder aussortiert, nachdem Ajax mit dem Manager gebrochen und dessen Spieler direkt mit aufs Abstellgleis gestellt hatte. In Turin in der Schlussphase der Saison mit einer schweren Knöchelverletzung raus. Dann England. Nun also Köln – mit einer Sonderrolle im Gepäck.

Borna ist ein Spieler mit einem unglaublich guten linken Fuß. Er hat brutale Standardsituationen und ist ein anderer Spielertyp als Gideon Mensah

René Wagner über Borna Sosa

„Er ist in einem guten Zustand. Er sieht frisch aus und ist sehr motiviert im Training“, lobte René Wagner vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stutgart. „Borna ist ein Spieler mit einem unglaublich guten linken Fuß. Er hat brutale Standardsituationen und ist ein anderer Spielertyp als Gideon Mensah, etwas gefährlicherer im letzten Drittel. Wir müssen schauen, welcher Spieler für welche Phase passt.“

Damit deutete Wagner bereits an: Mensah ist der defensivstarke, physisch präsente, zweikampfstarke und robuste Verteidiger, den der FC in den meisten Saisonspielen von Beginn an brauchen wird. Nach GEISSBLOG-Informationen ist Mensah daher als Nummer eins eingeplant. Sosa jedoch soll der gefährliche Back-up sein mit mehr Spielwitz, mehr Offensivkraft und mit der Qualität, in Spielen auch als Joker zu fungieren, wenn der FC viele Flanken in den Strafraum benötigt.

Wie Sosa dem FC helfen soll

Zudem soll Sosa mit seiner Bundesliga-Erfahrung helfen, im Training wie auch in den Spielen. Allerdings nicht nur der Abwehrreihe, sondern auch der Offensive. Die FC-Verantwortlichen um Wagner wünschen sich bessere Laufwege der Angreifer im Strafraum, wünschen sich präzisere Flanken von beiden Seiten und auch bessere Schnittstellen-Pässe für die schnellen Angreifer wie Said El Mala, mit dem Sosa gemeinsam auf der linken Seite spielen wird.

Sosa soll dabei helfen: Kaum ein Spieler in der Bundesliga konnte in den letzten Jahren so viele Flanken für Tore servieren (26 Vorlagen in 93 Ligaspielen). Der Kroate soll mit der Offensive an den Laufwegen und an der besten Positionierung im Strafraum arbeiten, damit seine und die Flanken seiner Teamkollegen noch häufiger ihre Ziele finden.

Darum kam Sosa ohne Kaufoption

So soll Sosa dem FC ein Jahr lang helfen – und das ohne Kaufoption. Nach GEISSBLOG-Informationen verdient der 28-Jährige in England rund vier Millionen Euro pro Jahr. Für den FC viel zu viel, um den Linksverteidiger über das eine Leih-Jahr hinaus weiterverpflichten zu können. So entschied man sich am Geißbockheim, direkt auf eine Kaufoption zu verzichten, da das anschließende Vertragspaket nach einem Kauf zu teuer gewesen wäre.

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