Vom Eigengewächs zur Startelf: Elsen will nach besonderem Debüt nachlegen

Carolin Elsen bei ihrem Debüt. (Foto: IMAGO / Eibner)
Carolin Elsen bei ihrem Debüt. (Foto: IMAGO / Eibner)

Carolin Elsen hat beim 1. FC Köln ihren nächsten Schritt gemacht: Beim 4:0-Erfolg bei Aufsteiger Mainz 05 feierte das Eigengewächs ihr Startelf-Debüt in der Bundesliga.

Das erste Mal in der Startelf vergisst man nicht: Carolin Elsen hat es geschafft und am vergangenen Wochenende in der Frauen-Bundesliga für den 1. FC Köln in der Anfangsformation gestanden. Beim 4:0-Erfolg in Mainz feierte die 21-Jährige somit ein besonderes Debüt.

Ihre vermeintliche Nervosität ließ sich Elsen nicht anmerken – ihr souveräner Startelf-Einsatz über die vollen 90 Minuten zeigte, wie gut sich die gebürtige Aachenerin beim FC gerade entwickelt. Damit hat die Frauenabteilung der Geißböcke erneut ein Eigengewächs weiter nach vorne gebracht.

Von der Akademie zur Startelf

Dass Elsen in Mainz von Beginn an ran durfte, war keine reine Notlösung nach den vielen Ausfällen in der Abwehr, etwa von Marina Hegering kurz vor Anpfiff. Ihr Einsatz hatte sich schon während der Trainingswoche abgezeichnet. „Mitte der Woche hatte es sich angedeutet, dass es in Richtung Startelf geht. Deshalb konnte ich mich gut darauf vorbereiten und war beim Spiel auch nicht mehr so nervös“, erzählte die Mittelfeldspielerin hinterher.

Früh in ihrer Karriere fand das Talent den Weg zum FC – Elsen durchlief ab 2017 die Kölner Akademie und unterschrieb im März ihren ersten Profivertrag. In der vergangenen Saison trug sie mit fünf Toren in 21 Einsätzen maßgeblich zum Aufstieg der U20 in die 2. Bundesliga bei. Die Folge: Sie durfte bereits zweimal für die erste Mannschaft aufgelaufen – bei ihrem Bundesliga-Debüt wurde sie gegen den FC Bayern München eingewechselt, eine Woche später kam sie beim Auswärtssieg in Nürnberg erneut als Joker zum Einsatz. Mainz war in der laufenden Saison nun bereits ihr dritter Saisoneinsatz – nur eben der erste von Beginn an.

Carlson lobt harte Arbeit

Die frühzeitige Kommunikation seitens Britta Carlson gegenüber der 21-Jährigen zahlte sich für den erfolgreichen Auftritt der jungen Spielerin und der herausragenden Mannschaftsleistung als richtige Strategie aus. Hinzu kam, dass Elsen Spiele wie dieses gegen Mainz mit viel Ballbesitz liegen: Weil der FC von Beginn an das Spiel bestimmte, fiel dem Eigengewächs der Einstieg zusätzlich leicht. „Wir konnten befreit aufspielen, haben das Spiel gemacht und ich hatte viele Ballaktionen. So war es für mich einfacher, meine Leistung zu zeigen“, sagte sie.

Auch Britta Carlson fand nach dem Spiel positive Worte für die Startelf-Debütantin. „Caro hat es stark gemacht. Sie ist eine junge Spielerin, die sehr hart gearbeitet und sich den Einsatz verdient hat“, sagte die FC-Trainerin. Besonders ihre Bereitschaft, im Ballbesitz mutig ins Dribbling zu gehen und Tempo aufzunehmen, habe der Mannschaft auf der Position gutgetan und seien Fähigkeiten, die das junge Talent auszeichnen.

Mit Selbstvertrauen gegen Union Berlin

Für Elsen selbst und die Kölner Mannschaft geht es somit nun mit viel Selbstvertrauen in das nächste Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin. „Es war einfach geil, mit der Mannschaft die Tore und am Ende den Sieg zu feiern, darauf können wir weiter aufbauen“, blickte Elsen noch einmal zurück. Mit dem Rückenwind soll gegen das bislang punktlose Union der dritte Sieg im vierten Spiel herausspringen.

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