Moore vor Heim-Debüt: „Bin froh, dass ich einen Unterschied machen konnte“

Mikey Moore will beim FC den Unterschied ausmachen. (Foto: Bucco)
Mikey Moore will beim FC den Unterschied ausmachen. (Foto: Bucco)

Mikey Moore hat beim 1. FC Köln sofort den Unterschied ausmachen können. Nach der Niederlage beim VfB Stuttgart blickt er nun auf sein Heim-Debüt.

Es dauerte gerade einmal 20 Sekunden, da holte Mikey Moore am Freitagabend mit einem Antritt und einem Dribbling einen Eckball für den 1. FC Köln heraus. Nach den ersten 45 Minuten im FC-Trikot waren sich alle einig: Der 19-Jährige kann das Spiel der Geißböcke bereichern.

Das könnte er am Samstagabend gegen Werder Bremen erstmals vor heimischem Publikum nicht nur zusammen mit Said El Mala, sondern auch von Beginn an. Denn Moore steht voll im Saft, hat in der Premier League für Tottenham bereits in der Startelf gestanden – warum sollte er also nicht gegen Bremen beginnen?

FC bislang mit Volumen statt Torgefahr

Klar ist: Egal ob als Rechtsaußen oder auf der Zehn, zusammen mit El Mala wäre der Offensivspieler eine Waffe, die Cheftrainer René Wagner nicht als Joker zurückhalten darf. Zwar muss erst einmal El Mala als Partner an Moores Seite fit werden. Am Montag trainiert der 20-Jährige noch individuell, während Thijs Dallinga wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren konnte.

Doch mit El Mala, Moore, Dallinga und auch Ragnar Ache hätte der FC vier Angreifer, die im Bestfall in den kommenden Monaten irgendwann gemeinsam in der Startelf stehen können. Bislang setzte Wagner zwar auf ein Dreier-Mittelfeld mit einem Sechser und zwei Achtern. „Volumen“ und damit Laufumfänge nannte der Chefcoach als erste Begründung. Dies passt zum bisherigen Versuch der Kölner, zunächst einmal jeweils mit Kontrolle im Mittelfeld in die Partien zu gehen.

Ich finde, wir hatten wirklich gute 20 Minuten nach der Pause, in denen wir ein paar Tore hätten schießen können – meine Chancen inklusive

Mikey Moore

Doch nachdem der FC in allen drei Spielen zunächst in Rückstand geraten und wenig Druck nach vorne aufbauen konnte, könnte gegen Bremen Zeit für eine Veränderung sein: mit Moore und, sollte es gesundheitlich reichen, auch mit El Mala und womöglich Dallinga. Moore jedenfalls ist bereit. „Ich bin sehr froh, mein Debüt gefeiert zu haben. Danke für das herzliche Willkommen“, sagte der 19-Jährige in Stuttgart. „Jetzt freue ich mich auf das erste Heimspiel und darauf, die Fans im Stadion zu treffen.“

Dann will er jene Chancen nutzen, die er gegen den VfB noch liegen ließ. „Ich finde, wir hatten wirklich gute 20 Minuten nach der Pause, in denen wir ein paar Tore hätten schießen können – meine Chancen inklusive. Dafür übernehme ich die Verantwortung“, sagte der Youngster. „Es ist zwar enttäuschend, trotzdem bin ich froh, dass ich einen Unterschied machen konnte und wir können das Positive in die nächste Woche mitnehmen.“

FC mit xG-Wert von 2,86 in Stuttgart

Der FC hatte in Halbzeit eins gerade mal einen Expected-Goals-Wert von 0,37 erreicht, und das alleine nur durch eine Halbchance von Luka Lochoshvili in der 43. Minute. Fabian Bredlow hatte keine einzigen Ball parieren müssen. Dies änderte sich blitzschnell nach der Pause. Am Ende stand der FC in einem schweren Auswärtsspiel bei einem xG-Wert von 2,86. Die Geißböcke hatten dank Moore den Schlüssel gefunden, um Stuttgart zu knacken – ihre Chancen aber nicht genutzt. Das soll gegen Bremen anders werden. Dann mit Moore in der Startelf.

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