Mikey Moore steht vor seinem Heim-Debüt beim 1. FC Köln. Der 19-Jährige könnte gegen Werder Bremen in die Startelf rücken. Dass er überhaupt beim FC ist, ist auch seiner Charakterstärke geschuldet.
Wochenlang musste der 1. FC Köln zittern und hoffen. Kommt Mikey Moore wirklich von Tottenham Hotspur zum FC? Oder scheitert der Transfer doch noch? Kurz vor Toresschluss hätte der Deal doch noch platzen können, hätte der 19-Jährige nicht zu seinem Wort gestanden. Das bestätigte nun indirekt Sportchef Thomas Kessler.
Borussia Dortmund wollte offenbar nach der schweren Kreuzband-Verletzung von Giannis Konstantelias noch bei dem Transfer der Geißböcke dazwischen grätschen. Das deutete Kessler am Dienstag beim DuMont-Talk im Audi Zentrum Ehrenfeld an. Überhaupt hätten mehrere Clubs aus dem In- und Ausland versucht, den Deal noch zu kapern, nachdem der FC lange hatte warten müssen.
Kessler lobt Moore: „Er hat Wort gehalten“
„Wir waren mit dem Spieler einig. Der Spieler wollte zu uns kommen. Aber wie das in so einer Transferperiode ist, wollte Tottenham erst nachverpflichten“, sagte Kessler und beschrieb die mehrere Wochen lang andauernde Periode, in der die Spurs Moore nicht freigeben wollten. Eigentlich hätte der 19-Jährige schon im Kölner Trainingslager im Juli dabei sein sollen. Doch am Ende kam er erst am 31. August nach Köln.
„In der Zeit hat Mikey in den Spielen für Tottenham auf sich aufmerksam gemacht“, fuhr Kessler fort. Darunter war auch ein Sieg der Spurs in einem Test gegen die TSG Hoffenheim. Ebenso traf der Youngster sehenswert im englischen Pokal. „Und wie es dann halt so ist: Wenn die öffentliche Wahrnehmung da ist, dass wir als 1. FC Köln die Chance auf so einen Spieler haben, kann man sich vorstellen, dass der eine oder andere Bundesligist oder internationale Club nachfragt, wie fix das denn wirklich ist.“
Mikey hat dann das Signal gegeben: Ich komme auf jeden Fall, es ist nur eine Frage der Zeit.
Thomas Kessler
Darunter auch Borussia Dortmund, auch wenn Kessler dies nicht offiziell bestätigen wollte. „Ich kenne die Kaderplanung der Borussia nicht, mit Ausnahme eines Spieler, und der ist noch bei uns“, sagte Kessler mit einem Lächeln und in Erinnerung an Said El Mala. Letztlich aber habe Mikey Moore, ein Stück weit untypisch für die heutige Fußballbranche, sich klar zum FC bekannt. „Da muss man sagen: Er war die ganze Zeit klar und wollte nach Köln kommen. Mikey hat Wort gehalten. Die Gespräche waren gut. Jetzt sind wir froh, dass er hier ist.“
Die FC-Fans dürfen sich also sicher sein, am Samstagabend im Heimspiel gegen Werder Bremen einen 19-Jährigen im FC-Trikot zu sehen, der sich diesen Moment schon seit Wochen ausmalt und sich darauf freut. „Wir haben frühzeitig die Gespräche aufgenommen. Mikey hat dann das Signal gegeben: Ich komme auf jeden Fall, es ist nur eine Frage der Zeit.“ Jetzt ist er da und soll dem FC zu einer erfolgreichen Saison verhelfen.








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