Wer fliegt aus dem Kader? Wagners „schwerste Entscheidung“ – El Mala ausgebremst

Said El Mala trainierte in dieser Woche wieder mit der Mannschaft des 1. FC Köln und ist bereit für Bremen. (Foto: Bucco)
Said El Mala trainierte in dieser Woche wieder mit der Mannschaft des 1. FC Köln und ist bereit für Bremen. (Foto: Bucco)

René Wagner hat beim 1. FC Köln die Qual der Wahl, muss gegen Werder Bremen in der Startelf aber aller Voraussicht nach auf Said El Mala verzichten. Die Nominierung des Spieltagskaders wird für Wagner die „schwerste Entscheidung“ als FC-Trainer.

Es gab in den vergangenen Tagen so einige personelle Fragezeichen beim 1. FC Köln. Said El Mala und Thijs Dallinga verpassten das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart krankheitsbedingt. In dieser Woche mussten mit Isak Johannesson (Erkältung) und Alessio Castro-Montes (muskuläre Probleme) zwei andere Stammkräfte kürzertreten. Luca Waldschmidt und Sebastian Sebulonsen, die aufgrund muskulärer Verletzungen bislang kein Pflichtspiel absolviert haben, trainierten derweil wieder voll mit der Mannschaft.

Wie sieht es aus für Samstagabend, wenn der FC unter Flutlicht den SV Werder Bremen empfängt? Ziemlich gut, wenn man René Wagner folgt. Der Cheftrainer berichtete am Freitagnachmittag auf der Pressekonferenz: „Wir haben nur noch Hübi, der nicht verfügbar ist.“ Alle anderen Spieler sind zumindest eine Option für den Kader.

Wagner muss enttäuschen

„Deswegen wird das am Wochenende die schwerste Entscheidung, die ich bisher treffen musste in der Zeit beim 1. FC Köln“, sagte Wagner über die Nominierung seines 20er-Aufgebots. „Das wird nicht einfach, es wird morgen definitiv enttäuschte Gesichter geben.“

Im Vergleich zum 1:4 in Stuttgart stehen ihm mit El Mala, Dallinga, Waldschmidt und Sebulonsen vier weitere Optionen zur Verfügung. Imad Rondic dürfte der erste Kandidat sein, der aus dem Kader fliegt. In der Innenverteidigung könnte es Joel Schmied oder Rav van den Berg treffen, in der Offensive kamen zuletzt Marius Bülter und Reigan Heskey von der Bank. Auch für die in Stuttgart zur Pause ausgewechselten Paul Okon-Engstler und Jan Thielmann wird eine Nominierung kein Selbstläufer mehr.

El Mala wohl nur Joker

Apropos Bank: Da wird am Samstagabend aller Voraussicht nach zunächst Said El Mala sitzen. Nach seiner Erkältung ist der 20-Jährige noch nicht bereit für die Startelf – anders als Dallinga. „Thijs konnte schon am Sonntag wieder auf dem Platz starten, da brauchte Said noch ein paar Tage mehr. Deswegen ist da wahrscheinlich auch eine andere Entscheidung zu treffen“, sagte Wagner, will seine finale Wahl aber erst am Samstag treffen. „Ich glaube, dass einer von beiden starten kann – der andere wahrscheinlich nicht.“ Muss El Mala zunächst zuschauen, wird er „uns im Laufe des Spiels helfen“, davon zeigte sich der FC-Trainer bereits überzeugt.

Auch Sebastian Sebulonsen ist nach seinem Muskelfaserriss während der Vorbereitung „noch nicht bereit für 90 Minuten, aber auf jeden Fall ein Kandidat, der Spielzeit bekommen kann“. Beginn wird als Rechtsverteidiger wohl erneut der zuletzt wacklige Alessio Castro-Montes – trotz seiner muskulären Probleme. „Alessio ist Mitte der Woche wieder eingestiegen. Er war gestern und heute vollbelastet, ist dementsprechend ein Kandidat für die Startelf und könnte auch 90 Minuten gehen“, so Wagner.

Skhiri und Moore beginnen

Wie erwartet in die Anfangsformation rücken werden die beiden Neuzugänge Ellyes Skhiri und Mikey Moore. Der eine soll für Stabilität sorgen, der andere für Kreativität. „Wer in der Premier League starten kann, der kann auch bei uns in der Bundesliga starten“, sagte Wagner am Freitag über Youngster Moore, der „auf der Zehn für viel Unruhe sorgen kann, das hat er in Stuttgart schon geschafft“.

Der FC will gegen Werder derweil den zweiten Saisonsieg schaffen. Die Bremer haben mit dem 1:4 in Freiburg und dem anschließenden 3:1 gegen Leipzig einen ähnlich wechselhaften Start wie die Geißböcke mit dem 3:2 gegen Hoffenheim und dem 1:4 in Stuttgart erlebt.

Am Wochenende müssen leider vier Spieler zu Hause bleiben.

René Wagner

„Wir haben beide Spiele gesehen, die Bremer haben einen guten Job gemacht“, lobte Wagner. Das Ergebnis in Freiburg habe zwar „eine andere Sprache“ gesprochen, „aber da waren viele Phasen dabei, mit denen die Bremer zufrieden sein konnten und dann haben sie sich zu Hause gegen Leipzig belohnt“. Der FC-Trainer warnte am Freitag: „Das ist eine Mannschaft, die unheimlich aggressiv gegen den Ball arbeitet und tief verteidigen kann.“

Das Ziel des FC ist „nichtsdestotrotz, zu Hause drei Punkte zu holen“, betonte Wagner und muss dafür zunächst mal schwierige Personal-Entscheidungen treffen. „Wir können elf Spieler aufstellen, weitere sieben Feldspieler und einen Torhüter mit in den Kader nehmen. Am Wochenende müssen leider vier Spieler zu Hause bleiben.“

So könnte der 1. FC Köln gegen Bremen starten: Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Krauß, Skhiri, Johannesson – Maina, Dallinga, Moore

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