„Individuelle Themen“: Wagner nimmt FC-Profi in Schutz und droht mit Konsequenzen

René Wagner mit Alessio Castro-Montes. (Foto: Bucco)
René Wagner mit Alessio Castro-Montes. (Foto: Bucco)

Trotz der sechs Gegentreffer an den ersten beiden Spieltagen sind in der Viererkette des 1. FC Köln gegen Werder Bremen keine Änderungen zu erwarten. René Wagner nimmt den in Stuttgart schwachen Alessio Castro-Montes in Schutz, droht aber auch mit personellen Konsequenzen.

René Wagner ist ein Freund des Spektakels, doch solch einfache Gegentore wie beim 1:4 in Stuttgart schmecken dem Trainer des 1. FC Köln überhaupt nicht. Vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen am Samstagabend (18.30 Uhr) sagt er rückblickend: „Natürlich müssen wir konsequenter verteidigen. Das waren nicht strukturelle, das waren individuelle Themen.“

Wiederholen sich diese Themen, wird es personelle Konsequenzen geben. „Für jeden, der spielen möchte, gilt es, mehr zu zeigen. Wir haben viele Spieler im Kader, die spielen wollen. Es gilt für jeden, seine Leistung zu bringen“, heizt der Kölner Coach den Konkurrenzkampf an. Nicht umsonst betont Wagner, wie schwer es ihm fällt, überhaupt einen Kader zu nominieren, da bis auf Timo Hübers alle Profis fit sind (der GEISSBLOG berichtete).

Wagner schützt Castro-Montes: „Da haben viele ihre Probleme“

Gegen Bremen dürfte er trotz der sechs Gegentreffer in den ersten beiden Spielen noch einmal auf dieselbe Viererkette setzen. In Stuttgart hatten vor allem Luka Lochoshvili und Alessio Castro-Montes ihre Probleme. Der Rechtsverteidiger war bislang quasi konkurrenzlos unterwegs, doch nun ist Sebastian Sebulonsen nach seinem Muskelfaserriss wieder fit – wenn auch noch kein Startelf-Kandidat gegen Werder.

So dürfte Castro-Montes noch einmal eine Chance erhalten. „Monti hat ein überragendes Spiel gegen Hoffenheim gemacht. Jetzt hat er gegen Chris Führich gespielt, einen deutschen Nationalspieler – da haben viele Spieler ihre Probleme“, nimmt Wagner den Belgier in Schutz. Hinzu komme: „Dafür war Monti nicht allein verantwortlich, da muss der Sechser auf der Seite mithelfen.“

Zudem erhofft sich Wagner von Castro-Montes Impulse im Spiel nach vorne. Denn trotz – oder gerade wegen – der Gegentor-Flut gilt: „Wir wollen offensiv spielen und Tore schießen. Wir müssen das eine oder andere Gegentor in Kauf nehmen, wenn wir oben immer wieder aggressiv das Tor attackieren wollen.“ Wagner nimmt eben lieber ein 4:3 als ein 1:0. Wobei ihm ein 1:0 auch lieber als ein 1:4 sein dürfte.

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