„Herzlicher Empfang“, doch Matthäus kritisiert neuen FC-Liebling im Wagner-Interview

Mikey Moore feierte gegen Werder Bremen sein Startelf- und Heimdebüt für den 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Mikey Moore feierte gegen Werder Bremen sein Startelf- und Heimdebüt für den 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Mikey Moore hat beim 1:1 gegen den SV Werder Bremen sein Startelf-Debüt gefeiert. Von den Fans des 1. FC Köln wurde das Offensivjuwel euphorisch empfangen, von Weltmeister Lothar Matthäus mit Kritik bedacht.

Wochenlang hatten die Fans des 1. FC Köln der Verpflichtung von Mikey Moore entgegengefiebert. Das war auch am Samstagabend beim 1:1 gegen Werder Bremen nicht zu überhören. Nach seinem beherzten Debüt in Stuttgart erhielt der 19-Jährige bei seiner Heimpremiere das lauteste Echo, als Stadionsprecher Michael Trippel die Aufstellung verkündete. Auf Instagram bedankte sich Moore für den „herzlichen Empfang“.

Auf dem Rasen zeigte der Engländer wieder einen erfrischenden Auftritt, hätte nach Bremens Ausgleich um ein Haar die erneute Führung erzielt. Aus 18 Metern zwang Moore den Bremer Keeper Karl Hein zu einer Glanztat. Es war nicht sein einziger gefährlicher Distanzschuss, nicht sein einziges Dribbling – wenn auch ohne Erfolgserlebnis.

Matthäus: „Mikey Moore bleibt stehen“

Geht es nach Lothar Matthäus, hatte Moore eher am anderen Ende des Spielfelds entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis. Der Sky-Experte kritisierte die Leihgabe der Tottenham Hotspur mehrfach für das Zustandekommen des Eckballs, den Niclas Füllkrug zum 1:1 nutzte.

„Der Spieler von Werder Bremen läuft durch und Mikey Moore bleibt stehen“, monierte Matthäus. „Dadurch bleibt Grüll im Spiel und Moore ist ausgeschieden. Durch diese Situation gibt es den Eckball, der zum Tor führt.“ Der Standard hätte aus Sicht des Weltmeisters „vermieden werden können, wenn Mikey Moore mit seinen 19 Jahren die zwei, drei Schritte mitgemacht hätte in der Defensive“.

Im Interview mit René Wagner wiederholte Matthäus seine Kritik. „Mikey Moore hat in einem Lauf nach hinten auf einmal das Tempo rausgenommen.“ Der 65-Jährige gab dem FC-Trainer mit auf den Weg: „Das wirst du wahrscheinlich später auch noch analysieren können, in einem ruhigeren Moment.“ Nach der verspielten Führung gab es für Wagner ohnehin so einiges zu analysieren.

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