Nicht-Tor und Elfer-Wirbel: FC sauer nach bitterem Ausscheiden

War der Ball mit dem vollen Umfang über der Linie? (Screenshot: DFB-TV YouTube)
War der Ball mit dem vollen Umfang über der Linie? (Screenshot: DFB-TV YouTube)

Die U19 des 1. FC Köln scheidet im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg aus. Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck muss früh in der Partie zwei umstrittene Entscheidungen schlucken.

Aus der Traum vom DFB-Pokal-Sieg für den 1. FC Köln: Der Titelträger von 2023 ist am Samstag im Achtelfinale gegen den VfL Wolfsburg ausgeschieden. Zuhause kassierte der FC eine unglückliche 1:2-Niederlage und muss sich nun auf die Meisterschaft konzentrieren.

Doch die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck schied unter höchst unglücklichen Umständen aus. Nach sieben Minuten hätte es eigentlich 1:0 für den FC heißen können. Doch weder VAR noch Torlinientechnik kommen bei den A-Junioren zum Einsatz. Und so wird ungeklärt bleiben, ob der Ball nach einem Kopfball von Kevin Ekweribe die Torlinie mit vollem Umfang überschritten hatte.

Erst bitter, dann kurios

Bei DFB-TV deutete zwar vieles darauf hin (siehe Titelbild), jedoch löste auch diese Zeitlupe die Frage nicht final. Doppelt bitter aber für den FC: Im unmittelbaren Gegenzug mussten die Geißböcke einen ebenso unglücklichen Handelfmeter hinnehmen. Und dieser kam so kurios wie traurig für FC-Verteidiger Ben Nwachukwu zustande.

Dieser sollte einen Abstoß ausführen, nachdem Wolfsburg die vorherige Situation nicht hatte nutzen können. Zunächst wollte Nwachukwu einen Pass auf Linksverteidiger Pierre Tempier-Eken spielen, überlegte es sich in letzter Sekunde aber anders. Dabei schlug er über den Ball, berührte ihn aber minimal. Nun hätte Torwart Jacob Esser reagieren und versuchen müssen, die Kugel zu erreichen, um sie zu spielen, doch Nwachukwu griff mit der Hand nach dem Spielgerät und legte dieses wieder auf die Kreidelinie des Fünfmeterraumes zurück. Er hatte den Ball aber schon gespielt, damit war er im Spiel – und es gab Handelfmeter.

Ruthenbeck lobt „reifere“ Wolfsburger

„Die Elfmeter-Situation war komisch. Das war seltsam, auch weil wir unmittelbar vorher ein Tor hätten bekommen können“, sagte Stefan Ruthenbeck anschließend dem GEISSBLOG. Zwar kam seine Mannschaft wenige Minuten später nach einem Eckball zum 1:1-Ausgleich durch Eymen Erdogan. Doch nach einem Fehler von Lennard Völp konnte Wolfsburg noch in Hälfte eins wieder in Führung gehen – und dieses 1:2 bis zum Spielende verteidigen.

„Wir hatten genug Zeit und Chancen, das Spiel in die richtige Richtung zu lenken“, sagte Ruthenbeck hinterher und zollte dem Gegner ein Lob. „Nach der Pause hat Wolfsburg es echt gut verteidigt. Da waren wir nicht mehr zwingend genug und der VfL vielleicht etwas reifer.“ So blieb es beim 1:2 und beim Aus für den 1. FC Köln im DFB-Pokal.

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