Die große Mängelliste: An diesen Schrauben muss der FC drehen

Der neue FC muss erst zusammenwachsen. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Der neue FC muss erst zusammenwachsen. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Mit vier Punkten aus vier Spielen ist der 1. FC Köln nicht nach Wunsch in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Woran der FC arbeiten muss, damit die Geißböcke besser in Schwung kommen.

1. Auswärtsschwäche

An kaum einer Schwäche muss der 1. FC Köln so sehr arbeiten wie an der Rolle des Punktelieferanten bei Auswärtsfahrten. Ein Jahr ohne Sieg in der Fremde ist schlimmes Zeugnis für die Harmlosigkeit, wenn der FC auf Reisen geht. Nur sechs Unentschieden in 16 Spielen – diese Tristesse muss schnell ein Ende finden. Am besten schon am 6. Spieltag beim schweren Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt.

2. Standards

Eine zweite Schwäche, die jeden FC-Fan seit Monaten in den Wahnsinn treibt, ist die Anfälligkeit bei Standards. Das Gegentor zum 0:1 beim HSV war Beweis für die Hilflosigkeit bei ruhenden Bällen. Eine einfache Flanke zentral an den Fünfmeterraum reichte aus, um den FC zu überfordern. Trainer wie Verantwortliche sind aufgerufen etwas zu ändern – im Zweifel mit der Hilfe eines Experten von außen. Denn offenbar ist intern nicht das nötige Know-how vorhanden, wenn eine solche Schwäche nun schon seit einem Jahr existiert. So ehrlich sollte man sein.

3. Eingespieltheit

Ein Problem, welches allerdings nachvollziehbar zu erklären ist, ist die noch fehlende Verbindung zwischen den Spielern. Durch den erneuten Umbruch und die späten Transfers braucht der Kader noch Zeit, sich zu finden und Automatismen zu entwickeln. Diese eingespielten Abläufe können in Teilen noch nicht vorhanden sein. Ellyes Skhiri und Mikey Moore sind zu wichtig für das FC-Spiel, als dass ihre späten Verpflichtungen außer Acht gelassen werden könnten. Auch in der Bewertung von Trainer René Wagner, der das Duo nun aber zügig einbinden muss.

4. Konstanz

Auch, um die nötige Konstanz hinzubekommen. Automatismen und Abläufe sind für die gesamte Mannschaft wichtig, für die Leistung als Kollektiv, aber auch für die Leistungen eines jeden einzelnen FC-Spielers. Noch sind einige FC-Stars zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie im Ganzen konstant funktionieren. Immerhin: Spieler wie Gideon Mensah haben sich in kürzester Zeit stabilisiert, Linton Maina hat wieder ins Scoring gefunden. Solch positive Entwicklungen helfen dem FC als Gesamtkonstrukt weiter. Und müssen nun dazu führen, dass die Mannschaft insgesamt konstanter wird und Einbrüche wie gegen Bremen nicht mehr vorkommen.

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