Endlich wieder jubeln mit den Teamkollegen: Etienne Borie hat am vergangenen Wochenende das Siegtor für die U21 des 1. FC Köln erzielt. Jetzt trainiert er bei den Profis mit. Nach vielen Verletzungen soll der Anlauf auf die Profikarriere jetzt klappen.
Sein Talent ist unbestritten, seine Probleme mit Verletzungen allerdings leider auch: Etienne Borie kämpft seit dem Sprung in den Erwachsenen-Fußball immer wieder mit Rückschlägen. In dieser Saison soll es für den Spielmacher bei der U21 des 1. FC Köln endlich aufwärts gehen, und da gehören Erfolgserlebnisse dazu.
Das 3:2 gegen Aufsteiger VfB Hilden war so eins, nach zwei Niederlagen war Borie beim Regionalliga-Sieg der U21 dabei. Fast neun Monaten musste Borie auf dieses Gefühl eines Sieges warten. Letztmals mit dem FC auf dem Rasen einen Sieg bejubelt hatte der gebürtige Karlsruher am 1. Februar gegen den SC Paderborn – damals gewann der FC dank eines Borie-Tores mit 1:0. Dazwischen nur Enttäuschungen und viele Verletzungen. Nun schoss er gegen Hilden erneut das Siegtor!
Hartmann: „Etienne Borie ist ein Ausnahmespieler“
„Etienne hat gute Akzente nach seiner Einwechslung gebracht. Er ist ein Ausnahmespieler in der Mannschaft“, sagt Trainer Manuel Hartmann über den technisch beschlagenen Offensivspieler. Der hatte nach einem Fußbruch in der Saison 2024/25 und einem Muskelfaserriss im Februar mit einem Muskelriss im April einen weiteren schweren Rückschlag und dem 1. FC Köln lange gefehlt. Dadurch zerschlug sich der eigentlich festgeplante Wechsel per Leihe zu einem Profiklub für den 20-Jährigen.
Nun soll Borie sukzessive wieder aufgebaut werden. Hartmann: „Wir müssen weiterhin vorsichtig sein, bekommen ihn und andere aber jetzt fit. Wir hatten viele Themen aus der letzten Saison.“ Neben Borie gilt das auch für Malek El Mala und Assad Kotya-Fofana, die immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatten.
Borie & Co. fehlt noch die Konstanz
Ein Grund, warum der hoch gehandelten Reserve des 1. FC Köln zum Saisonstart die Konstanz fehlt. Umso wichtiger war der Sieg über Hilden nach frühem Rückstand. Das gab auch der Trainer unumwunden zu, „Die Erleichterung ist groß. Das tut der Mannschaft gut. Wir sind hart mit den Jungs in die Kritik gegangen und haben klargemacht, dass es so nicht reicht für die Ziele, die wir haben – und für das Talent, das unsere Spieler haben. Das haben wir aufgearbeitet“, sagt Hartmann.
Nun müssen die Talente nur noch gesund bleiben. Als Motivationshilfe gab es auch für Etienne Borie in der Länderspielpause ein besonderes Bonbon: Er gehörte zum Kreis der Young Goals, die bei Chefcoach René Wagner reinschnuppern durften.







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