Wagners Derby-„Geheimnis“: FC-Trainer nennt zwei Sturm-Kandidaten

Auf Ragnar Ache kann René Wagner aktuell nicht mehr zählen. (Foto: Bucco)
Auf Ragnar Ache kann René Wagner aktuell nicht mehr zählen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln muss in den kommenden Wochen und Monaten auf Ragnar Ache und Thijs Dallinga verzichten. Wie will René Wagner das Stürmer-Duo im Derby gegen Borussia Mönchengladbach ersetzen?

Das Testspiel gegen Viktoria Köln (2:2) mit dem Kreuzbandriss von Thijs Dallinga und der Muskelverletzung von Ragnar Ache war schmerzhaft genug. Umso größer dürfte René Wagners Erleichterung gewesen sein, als seine Nationalspieler gesund von ihren Länderspielreisen zurückkehrten. Abgesehen von den beiden Angreifern sowie dem langzeitverletzten Timo Hübers und Alessio Castro-Montes (Trainingsrückstand nach Muskelverletzung) stehen alle Profis für das Derby gegen Borussia Mönchengladbach bereit.

Die nun drängendste personelle Frage, wer denn am Sonntagnachmittag als Stürmer auflaufen soll, konnte oder wollte René Wagner am Freitag nicht beantworten. „Das werde ich noch nicht verraten, das bleibt mein Geheimnis bis dahin“, ließ sich der FC-Trainer bei der Pressekonferenz nicht in die Karten schauen.

Sturm-Ersatz? Wagner nennt Bülter und El Mala

Fakt ist: Nach den Verletzungen von Dallinga und Ache muss sich Wagner etwas einfallen lassen. „Das sind zwei Ausfälle, die uns wehtun“, betonte der 38-Jährige. „Thijs für eine längere Zeit, Ragy wird uns wesentlich früher wieder zur Verfügung stehen.“ Ache könnte nach drei bis vier Wochen zurückkehren.

Bis dahin wird sich zeigen, ob die Mannschaft tatsächlich so ausgeglichen aufgestellt ist, wie die Verantwortlichen das immer wieder sagen. „Wir haben einen breiten Kader. Wir haben Jungs dazugeholt, die für solche Momente da sind. Jetzt müssen wir schauen, dass wir die beste Kombination finden an Spielern, die offensiv gefährlich werden können“, beschrieb Wagner seine aktuell wichtigste Aufgabe.

Es ist scheißegal, wer in der Box ankommt, Hauptsache einer macht die Tore.

René Wagner

Der FC-Trainer zieht nicht nur eine Alternative in Erwägung. Er nennt vorerst zwei Kandidaten: „Wir haben Bülti, der eine Option sein kann. Wir haben auch schon mit Said in der vordersten Reihe gespielt. Und auch andere Spieler durften sich auf der Position schon zeigen.“ Setzt Wagner wie bislang auf einen klaren Zielspieler, ist Marius Bülter der Favorit (der GEISSBLOG berichtete).

Eine Umstellung auf eine „falsche Neun“ schloss der Kölner Coach nun aber nicht aus: „Wir müssen Lösungen finden. Andere Spielertypen können in der Position auftauchen, wir können die Positionierung mit dem Ball verändern.“ So oder so zähle nur eines: „Wir müssen gucken, dass wir in die Box kommen, das ist das Allerallerwichtigste.“

Wagner: „Müssen das als Chance sehen“

Das sei neben der ewigen Standardthematik auch ein Trainingsschwerpunkt in der Länderspielpause gewesen. „Am Ende wollen wir Tore schießen. Da ist es scheißegal, wer in der Box ankommt, Hauptsache einer macht die Tore.“ Dallinga und Ache werden das im Derby nicht sein. „Dafür sind andere Spieler auf dem Feld.“

Spieler wie Bülter oder auch Luca Waldschmidt und Jan Thielmann, die zuletzt aus verschiedenen Gründen mehrheitlich Zuschauer waren, können ihre Ansprüche auf mehr Einsatzzeit mit Leistung unterstreichen. „Wir müssen das als Chance für uns sehen und gucken, wer sich zeigen kann, wer eine wichtige Rolle einnehmen kann. Dafür haben wir den Kader gebaut und wir haben vollstes Vertrauen in die Jungs, die jetzt ihren Mann stehen müssen“, so Wagner, der sich auf „ein Top-Top-Spiel am Sonntag gegen Gladbach“ freut.

Rondic? Wagner reagiert verhalten

Auch wenn der Trainer noch nicht allzu viel verraten wollte: Der einzige verbliebene gelernte Mittelstürmer im Kader wird nicht in der Startelf stehen, das ließ Wagner durchblicken. Der vor Wochen schon aussortierte Imad Rondic sitzt, wenn überhaupt, auf der Bank.

„Wir kennen alle seine Position innerhalb des Kaders. Deswegen müssen wir schauen, ob er eine Option ist. Wir müssen den Kader mit 18 Feldspielern besetzen und werden sehen, ob Imad dabei ist“, deutete Wagner an, dass nicht sicher ist, ob Rondic überhaupt im 20-köpfigen Aufgebot steht. Man werde sich in Ruhe hinsetzen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – für den Kader und für die Startelf im womöglich wichtigsten Spiel des Jahres.

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