Die Krux der Muskelverletzungen: „Das sollte unter uns bleiben“

Alessio Castro-Montes und Rav van den Berg auf der Tribüne. (Foto: Bucco)
Alessio Castro-Montes und Rav van den Berg auf der Tribüne. (Foto: Bucco)

Das Problem schien gebannt, doch der 1. FC Köln kassiert erneut zahlreiche Muskelverletzungen. René Wagner blickt auf die internen Prozesse. Kann der FC die ständige Schwächung abstellen?

Luca Waldschmidt, Sebastian Sebulonsen, Alessio Castro-Montes, Ragnar Ache, Rav van den Berg und Imad Rondic – sechs Spieler des 1. FC Köln sind in dieser Saison bereits mit Muskelverletzungen ausgefallen. Die letzteren drei werden dem FC noch wochenlang fehlen. Sechs Muskelverletzungen in drei Monaten, keine gute Bilanz für die Geißböcke, die dieses Problem bereits in der letzten Saison hatten.

Damals schoben die Verantwortlichen die Schuld auf Ex-Trainer Lukas Kwasniok und seinen Co-Trainer Frank Kaspari, nannten es ein „Kommunikationsproblem“ und nahmen die Athletik-, Reha- und Medizinische Abteilung explizit aus der Verantwortung. Die Probleme seien gebannt, und tatsächlich nahmen die Verletzungen zum Saisonende etwas ab.

Das sagt Wagner zur Verletzungsmisere

Doch nach einer praktisch verletzungsfreien Vorbereitung sind die Probleme nun zurück. Oder ist es nur eine unglückliche Häufung von Pech und nicht verhinderbaren Verletzungen, wie sich im Sport nun einmal jederzeit vorkommen können, selbst wenn man die Spieler und die Daten der Profis ständig überwacht?

„Wir hatten wieder ein paar Verletzungen, das stimmt“, sagte Cheftrainer René Wagner am Mittwoch, bevor Rondic noch hinzukam. „Und bei jeder neuen Verletzung schauen wir intern, wie das zustande gekommen ist. Manchmal kannst du es nicht erklären, aber wir schauen in den Prozess, ob wir etwas verändern können. Wir können nicht alles steuern, manchmal ist es auch Pech. Aber natürlich arbeiten wir das intern auf, das sollte aber dann auch unter uns bleiben.“

Verletzungen treffen den FC hart

Im Frühjahr wurde beim FC intern die Einführung eines „Head of Performance“ diskutiert, welcher, den einzelnen Teilbereichen übergeordnet, einen gesamthaften Blick einbringen sollte. Die Idee wurde aber verworfen, allen Beteiligten das Vertrauen ausgesprochen. Dies gilt auch weiterhin. Dennoch ist man sich bewusst: Weitere Muskelverletzungen sollten in den kommenden Wochen möglichst nicht mehr dazukommen.

Denn: Der FC hat den Kader im Sommer zwar breiter aufgestellt, die langen Ausfälle von Thijs Dallinga und Ellyes Skhiri – beide aus unglücklichen Spielsituationen heraus entstanden – treffen die Mannschaft aber hart. Es gilt nun, noch einmal genauer hinzuschauen, um unnötige Ausfälle so unwahrscheinlich wie möglich zu machen. Insbesondere Luka Lochoshvili und Said El Mala hatten zu Saisonbeginn auch immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen. Ihnen und ihren Teamkollegen darf nun nichts mehr passieren.

Nichts vom FC verpassen: Macht den GEISSBLOG zu eurer bevorzugten Quelle bei Google.
Ein Klick, ein Häkchen, mehr nicht: GEISSBLOG als bevorzugte Quelle hinzufügen →

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Neueste
Älteste Meistbewertete