Der FC muss endlich anfangen, sich zu belohnen

Der FC konnte sich in Frankfurt nicht belohnen. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Der FC konnte sich in Frankfurt nicht belohnen. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Der 1. FC Köln erlebt in Frankfurt ein Déjà-vu. Trotz einer phasenweise guten Leistung konnten sich die Geißböcke einmal mehr nicht belohnen. Die Verantwortlichen müssen auf einen baldigen Lerneffekt hoffen.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison hat der 1. FC Köln auf ärgerliche Weise Punkte liegen gelassen. Bei Eintracht Frankfurt wäre ein Sieg möglich gewesen, ein Unentschieden auf jeden Fall verdient. Doch wie schon zuvor gegen Bremen und in Hamburg machte der FC viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten.

Bremen, Hamburg, Frankfurt: drei Spiele, ein Punkt, nur zwei erzielte Tore. Drei Spiele, die in vielerlei Hinsicht zeigen, woran es beim FC in dieser Saison noch hapert. Die erste Halbzeit am Freitagabend im Deutsche Bank Park erinnerte an das Spiel beim HSV: Köln mit den besseren Chancen, Köln mit der besseren Spielanlage, Köln mit der besseren Defensive, doch einmal mehr Köln im entscheidenden Moment nicht effizient genug.

Viel zu wenig aus viel zu guten Möglichkeiten

Wer bei einer Mannschaft wie Eintracht Frankfurt die ersten 45 Minuten so im Griff hat wie der FC und drei so gute Möglichkeiten zu Toren bekommt wie jene von Marius Bülter und Said El Mala, der muss solche Chancen eben auch beim Schopfe packen. Wem das nicht gelingt, den bestraft in der Bundesliga irgendwann der Gegner. So passiert gegen Bremen, so passiert in Hamburg, so passiert in Frankfurt.

Das Bittere an diesen drei Spielen: Alle drei Gegner bekam der FC zu einem eigentlich überaus günstigen Moment. Werder war angeschlagen, der HSV noch ohne Punkt und Frankfurt nach einem 0:6 in Leipzig total verunsichert. Dass der FC aus diesen drei Partien so wenig Zählbares mitgenommen hat, müssen sich Verantwortliche und Spieler vorwerfen lassen. Und man muss hoffen, dass diese Versäumnisse den FC nicht noch einmal einholen werden.

Der FC muss aus seinen Fehlern lernen

Dennoch: Wer es nicht so gut mit dem FC meint, der wird darin ein Anzeichen einer fatalen Schwäche sehen, die auf direktem Wege in den Abstiegskampf führen kann. Wer es etwas besser mit den Geißböcken meint, sieht darin eine Chance für die kommenden Monate. Denn viel fataler wäre es wohl, hätte der FC in Frankfurt chancenlos ausgesehen und wäre von der Eintracht mit einer Packung nach Hause geschickt worden.

Entscheidend wird sein, dass die Spieler aus ihren Fehlern lernen. Bülter, El Mala und Co. müssen in der Offensive dringend konsequenter werden. Genauso sagt es viel aus, wenn Kapitän Marvin Schwäbe davon spricht, dass sich Fehler wie beim 0:1 in Frankfurt immer und immer wiederholen. Der FC muss reifen, und zwar schnell. Gelingt dies, kann es eine sorgenfreie Saison werden. Aber allzu viele Spiele wie am Freitagabend sollte es nicht mehr geben.

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