Bayern als warnendes Beispiel: Nutzt der FC diese riesige Millionenchance?

Luca Waldschmidt jubelt mit Kölner Kollegen.
Beim letzten Duell jubelte der FC: Im Pokal sorgte Luca Waldschmidt für den 3:0-Endstand gegen den damaligen Bundesligisten Holstein Kiel. (Foto: imago/Ulrich Hufnagel)

So groß waren die Chancen auf ein Überwintern im DFB-Pokal lange nicht mehr: Im Achtelfinale muss der 1. FC Köln am 1. Dezember bei Holstein Kiel antreten. Der ehemalige Bundesligist kämpft im Unterhaus gegen den Abstieg. Doch die Störche laufen gerade im Pokal gerne zu großer Form auf.

Mit diesem Los steht die Tür sperrangelweit offen: Der 1. FC Köln kann bei Holstein Kiel das Viertelfinale im DFB-Pokal erreichen. Auf dem Papier spricht vieles für die Geißböcke. Kiel steckt in der 2. Bundesliga tief im Tabellenkeller: Nach der Niederlage in Fürth am Sonntag stehen die Störche mit nur acht Punkten auf Rang 17. Im Pokal wirkt die Mannschaft von Tim Walter dagegen wie ausgewechselt. In der 2. Runde warf sie Hoffenheim im Elfmeterschießen raus.

Zufall ist das nicht, die Kieler wurden schon für viele Favoriten zur Stolperfalle. 2020/21 kam Kiel bis ins Halbfinale, schaltete unterwegs sogar den FC Bayern im Elfmeterschießen aus und scheiterte erst an Borussia Dortmund. Auch in der vergangenen Saison kamen die Störche weit: Sie setzten sich gegen Homburg und Wolfsburg durch und schlugen den HSV im Elfmeterschießen. Erst im Viertelfinale war der VfB Stuttgart eine Nummer zu groß.

DFB-Pokal gegen Kiel: Die Bilanz macht Mut

Der direkte Vergleich spricht trotzdem für den FC. Aus den vergangenen fünf Pflichtspielen gegen Kiel holten die Geißböcke drei Siege und ein Remis, nur eine Partie ging verloren – das Hinspiel in der Relegation 2021. In Kiel selbst blieb der FC bislang ungeschlagen.

Auch das jüngste Pokalduell ging an die Geißböcke, damals mit vertauschten Rollen: 2024/25 setzte sich der Zweitligist Köln in der 2. Runde zu Hause mit 3:0 gegen den Bundesligisten aus dem Norden durch. Und im Pokal gelang dem FC in der Auftaktrunde zumindest beim Drittligisten Würzburg der einzige Pflichtspiel-Auswärtssieg seit über einem Jahr.

DFB-Pokal: Geldregen im Viertelfinale

Es geht um viel, sportlich wie finanziell. Mit dem Einzug ins Achtelfinale hat der FC schon rund 1,6 Millionen Euro an Prämien eingespielt. Das Geld dürfte im Winter auf dem Transfermarkt sehr gelegen kommen. Schafft Köln den Sprung unter die letzten Acht, kommen weitere 1,83 Millionen Euro dazu.

Und dann ist da noch Berlin. Nur drei Siege trennen die Kölner noch vom Finale. Aber erst einmal gilt es, bei Holstein Kiel zu bestehen. Die Achtelfinalspiele wurden gerade erst terminiert. Der FC reist am Dienstag, den 1. Dezember nach Kiel. Angepfiffen wird um 18 Uhr.

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