„Das war der Gedanke“: Die drei Gründe für Moores Startelf-Aus

Mikey Moore nach seiner Einwechslung in Berlin. (Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
Mikey Moore nach seiner Einwechslung in Berlin. (Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)

Sein Transfer löste große Euphorie aus, doch Mikey Moore tut sich beim 1. FC Köln weiterhin schwer. Beim 1:1 gegen Union Berlin musste der Engländer zunächst auf der Bank Platz nehmen. René Wagner nannte drei Gründe für Moores Startelf-Aus.

Malek El Mala benötigte nur sieben Minuten für sein erstes Bundesliga-Tor. Ein anderer Youngster, der eigentlich regelmäßig für Scorerpunkte sorgen soll, wartet hingegen weiter auf den erlösenden Moment – auch nach 413 Einsatzminuten. Mikey Moore kann sein großes Potenzial bislang nicht in Zählbares ummünzen.

Gegen Union Berlin rutschte der Engländer überraschend auf die Bank, wie schon beim letzten Auswärtsspiel in Frankfurt (0:1). Stand Moore aus Gründen der Belastungssteuerung nicht in der Startelf oder weil er sich aktuell schwertut? „Beides“, gab René Wagner nach Abpfiff zu.

Weiterhin kein Moore-Bingo

Der Trainer wechselte Moore nach 61 Minuten ein und hoffte auf ein Offensiv-Feuerwerk, wie es der 19-Jährige bei seinem FC-Debüt in Stuttgart abgebrannt hatte. „Mikey hat gegen Schalke und im Pokal gestartet. Er hat von der Bank schon gezeigt, dass er viel Energie bringen kann. Das war der Gedanke. Wir wollten mit seiner Einwechslung hintenraus noch gefährlich werden.“ Wirklich auf ging dieser Gedanke nicht. Ein geblockter Schuss kurz vor Abpfiff war Moores auffälligste Szene.

Der U20-Nationalspieler ist weiterhin noch nicht so recht in der Bundesliga angekommen. Vor der Reise nach Berlin hatte Wagner noch offenbart, dass ein Tor oder ein Assist von Moore auf seiner persönlichen Bingo-Liste stehen (der GEISSBLOG berichtete) – der Kölner Coach weiß, wie gut solch ein Erfolgserlebnis seinem potenziellen Unterschiedsspieler tun würde.

Wagner nennt auch taktische Gründe

Dass er Moore dennoch auf die Bank setzte, hatte neben der Belastungssteuerung und der Formschwäche noch einen dritten Grund. Wagner sah in Isak Johannesson, der den Engländer im Vergleich zum Sieg im DFB-Pokal ablöste, mehr taktische Flexibilität. „Wir haben spekuliert, dass Union mit einer Fünferkette spielt und wollten zwei Sechser auf dem Feld haben, um gut umstellen zu können. Das mussten wir auch nach fünf Minuten machen“, erklärte der FC-Trainer.

Johannesson sei zudem „ein Spieler, der im Pokal ein Tor gemacht hat und offensiv gefährlich werden kann“. An der Alten Försterei fand er diesen Vorwärtsgang jedoch nicht, das Spiel lief komplett an ihm vorbei. Mit dem Isländer und Sebastian Sebulonsen wurden genau die beiden Spieler als erste ausgewechselt, die Wagner im Vergleich zum Pokal neu in die Mannschaft gebracht hatte.

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