Last-Minute-Transfer verdrängt WM-Star: „Bin sehr zufrieden“

Borna Sosa ist bekannt für seine Flanken. (Foto: Bucco)
Borna Sosa ist bekannt für seine Flanken. (Foto: Bucco)

Borna Sosa hat beim 1. FC Köln zunächst einmal Gideon Mensah verdrängt. Oder muss der Linksverteidiger gegen Leverkusen wieder um seinen Platz bangen?

Gideon Mensah dürfte gerade nur wenig Freude an seiner Situation beim 1. FC Köln haben. Der ghanaische Neuzugang war im Sommer mit den Ambitionen als Stamm-Linksverteidiger zum FC gewechselt. Und tatsächlich: Nach einem Wackel-Start in den Testspielen kämpfte sich Mensah in der Bundesliga sofort heran und machte es in den ersten vier Spielen der Saison solide bis überzeugend.

Doch dann kam die Länderspielpause: Mensah war mit Ghana unterwegs, erlebte dort erst sportlich schwierige Spiele und dann einen Ärger mit dem Verband, um schließlich beim FC seinen Stammplatz zu verlieren. Der Grund: Borna Sosa nutzte die Spielpause, um sich im FC-Training zu empfehlen. Seither hat Mensah in der Bundesliga keine Minute mehr gespielt.

Was Wagner von Sosa erwartet

Gladbach, Frankfurt, Schalke, Union – in allen vier Spielen saß Mensah 90 Minuten auf der Bank. Nur im DFB-Pokal gegen die Eisernen kam er kurz vor Schluss noch rein, als die Partie bereits entschieden war. Nutznießer ist Sosa, der beim HSV am 4. Spieltag sein FC-Debüt feierte und seitdem gesetzt ist. Auch, weil er offensivstärker als Mensah ist und mit Flanken und Standards für Gefahr sorgen kann.

„Ich bin sehr zufrieden mit den letzten Spielen und hoffe, dass ich weiter so spielen kann“, sagte Sosa nun. „Der Trainer will von mir, dass ich die Bälle nach vorne spiele und ins letzte Drittel bringe. Dort haben wir viel Qualität. Das probiere ich.“ Bislang konnte Sosa sich und den FC noch nicht mit einem Assist belohnen. Doch die Vorlagen sollen spätestens mit Ragnar Ache kommen, wenn den Geißböcken der kopfballstarke Mittelstürmer wieder zur Verfügung steht, um Sosas Flanken zu verwerten.

Droht Sosa nun wieder die Bank?

Allerdings darf man gespannt sein, ob Sosa auch in den kommenden zwei Spielen von Beginn an auflaufen wird. Denn während Sosa der offensivstärkere Linksverteidiger ist, steht Mensah für defensive Qualität und Stabilität. Diese dürfte nun gegen Bayer Leverkusen und Bayern München gefragt sein. Sosa könnte also, zumindest vorübergehend, wieder auf der Bank sitzen, sofern Wagner die Defensive zusätzlich stärken will.

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