René Wagner hat Said El Mala in den vergangenen Wochen eine veränderte Rolle zugeteilt. Im Konkurrenzkampf um einen Platz im DFB-Kader hilft dem Torjäger des 1. FC Köln diese Maßnahme offenbar: Bundestrainer Jürgen Klopp hält den Schritt für genau richtig.
Rund ums Geißbockheim sorgte die Entscheidung durchaus für Diskussion. Seit dem doppelten Stürmer-Aus von Thijs Dallinga und Ragnar Ache nimmt Said El Mala beim 1. FC Köln nicht mehr die Rolle ein, die ihn zum Shootingstar der vergangenen Saison machte. Der Nationalspieler ist kein klassischer Linksaußen mehr, sondern agiert im Sturm aus einer zentraleren Position heraus.
Das gefällt nicht jedem. Pierre Littbarski kritisierte nach dem 0:0 gegen Schalke: „El Mala war zu weit innen.“ Bayerns Michael Olise sei doch das beste Vorbild für den 20-Jährigen: „Er klebt an der Linie und hat dann seine Aktionen, hat genug Platz in der Breite.“
Klopp über El Malas Rolle: „Tut ihm sicher gut“
El Mala blieb dennoch in der zentraleren Rolle und zeigte im DFB-Pokal gegen Union Berlin mit zwei Treffern und einer Vorlage, was hier möglich ist. Er fühle sich „extrem wohl“ auf dieser Position, erklärte der Youngster nach dem ersten Doppelpack seiner Karriere. „Ich kann auch da Tore erzielen, weil ich nicht festgenagelt bin und die Gegner sich nicht darauf einstellen können, ich nicht gedoppelt werden kann.“
Genau diesen Vorteil sieht auch René Wagner, der El Mala nun fünfmal in Folge als flexible Spitze aufstellte. Und wie sich am Donnerstag herausstellte, hat die Maßnahme einen prominenten Fürsprecher: Jürgen Klopp zeigte sich im Zuge von El Malas erneuter Nominierung (der GEISSBLOG berichtete) erfreut darüber, dass der FC-Star nicht mehr nur an der Linie klebt.
Einem Jungen, der sein Leben lang auf einer Position gespielt hat, tut es sicher gut, das Spielfeld aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Jürgen Klopp
„Er spielt in Köln eine leicht angepasste Position“, sagte Klopp in einem Interview des DFB und erklärte: „Einem Jungen, der sein Leben lang auf einer Position gespielt hat, tut es sicher gut, das Spielfeld aus einer anderen Perspektive zu sehen, um dann den Fußball-IQ zu erhöhen. Bei Said ist das der Fall, das ist gut.“
Die Zahlen geben dem Ansatz recht: Zu Saisonbeginn kam El Mala als klassischer Linksaußen auf ein Tor in vier Pflichtspielen. In der neuen Rolle traf er dreimal in fünf Partien, bereitete zudem einen Treffer vor. Am Sonntag, im Nachbarschaftsduell mit Bayer Leverkusen, will der Kölner Hoffnungsträger vor der Abreise zum DFB-Team nachlegen.








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