Sörensen Stöger Hoffenheim

Risikofaktor Sörensen: Maroh nutzt seine Chance

Als Frederik Sörensen am Samstag gegen 1899 Hoffenheim (0:0) vom Feld ging, lagen schwere 58 Minuten hinter dem Dänen. Dem Innenverteidiger des 1. FC Köln war gegen die TSG fast nichts gelungen. Nun könnte der 23-Jährige seinen Stammplatz vorerst an Dominic Maroh verloren haben. Das Vertrauen der Verantwortlichen in Sörensen bleibt davon aber unberührt.

Köln – Es war das misslungene Dribbling 25 Meter vor dem eigenen Tor nach gut einer halben Stunde, das den letzten Rest Selbstvertrauen beim Dänen zunichte machte. Dass die Hoffenheimer aus Sörensens Ballverlust kein Kapital schlugen, war dessen großes Glück. Doch weil es auch nach einem kurzen Kabinengespräch mit dem Trainerteam nach dem Seitenwechsel nicht besser wurde, zog Peter Stöger die Notbremse.

Wir wollten ihn befreien

„Wir haben mit Fredi in der Halbzeitpause gesprochen, dass uns einige Dinge zu risikoreich gewesen waren“, erklärte Stöger die Auswechslung des Abwehrmannes. „Er hat dann aber nicht richtig in die Spur zurückgefunden. Wir wollten ihn befreien, nicht, dass er an einem Gegentor schuld ist.“ Eine Auswechslung als Erlösung für einen nach diversen Fehlpässen und misslungenen Aktionen im Aufbau verunsicherten Sörensen – eine Auswechslung, die sich in den letzten Wochen abgezeichnet hatte.

Sörensen brachte im Sommer alles mit, was ein Innenverteidiger aus Sicht der Verantwortlichen mitbringen sollte: starkes Kopfballspiel, Schnelligkeit, Passschärfe und ein gutes Auge im Spielaufbau. Das neue Offensivkonzept Stögers basiert auch darauf, dass beide Innenverteidiger, mehr als letzte Saison, Risiko nehmen sollen im ersten Pass raus aus der Viererkette in die Zwischenräume im Mittelfeld und Angriff. Am Samstag aber kam kaum ein Pass Sörensens in eben jene Schnittstellen an. „Das war für ihn heute richtig schwierig“, gestand Stöger. „Die Jungs hinten sind im Aufbau gefordert und haben bislang einen tollen Job in der Liga gemacht.“

Weiterlesen: „Von Maroh wissen wir, dass wir ihn immer bringen können“