Gerhardt Bremen

Bricht Gerhardt aus seinem Negativ-Rhythmus aus?

Yannick Gerhardt gehört unbestritten zu den größten Talenten im Kader des 1. FC Köln. Dennoch hakt es in der Entwicklung des Mittelfeldspielers, weil ihn jetzt schon mehrfach Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen haben. Am Samstag gegen Borussia Dortmund könnte nun seine nächste Chance kommen. Vor der Winterpause wäre es ein wichtiges Signal für die Rückrunde. 

Köln – Jörg Schmadtke saß im Sommer-Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf auf der Hotel-Terasse und sprach über das FC-Juwel. „Yannick muss einen deutlichen Sprung machen. Er kann nicht damit zufrieden sein, wie das letzte Jahr gelaufen ist“, sagte der Sportchef dem GEISSBLOG.KOELN.

Das ständige Stolpern beim nächsten Schritt

Ein halbes Jahr später ist Gerhardt gefühlt noch immer da, wo er im Sommer war. Nah dran an der Startelf, aber eben kein Stammspieler. Noch immer sind es nur vereinzelte Akzente, die der Youngster setzt. Auch, weil er erneut immer dann stolperte, wenn er soweit schien, den nächsten Schritt zu machen.

Yannick Gerhardt, dick bandagiert und an Krücken in München. (Fotos: sampics, GBK)

Yannick Gerhardt, dick bandagiert und an Krücken in München. (Fotos: sampics, GBK)

Konstanz fordern Schmadtke und Trainer Peter Stöger von ihm. Das Pfeiffersche Drüsenfieber im letzten Jahr kostete ihn fast die ganze Saison. Dieses Jahr war es die schwere Fußprellung aus dem Spiel gegen den FC Bayern, die ihn wochenlang außer Gefecht setzte. Gerade in dem Moment, als er die Verletzung Kevin Vogts aus dem Berlin-Spiel genutzt hatte, um sich mit starken Leistungen und einem Tor gegen Schalke für weitere Aufgaben zu empfehlen.

Er ist etwas verschissen

„Er hat seinen Rhythmus immer wieder brechen müssen“, sagt Stöger. „In Wien würden wir sagen: Er ist etwas verschissen.“ Der Österreicher überlegt einen Moment und schiebt dann lachend hinterher: „Im Deutschen klingt es besser: Es läuft einfach nicht so rund für ihn.“

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