Hector Rode FCB

Sensation verpasst: Effzeh mit unglücklicher Niederlage

Sie wollten den großen FC Bayern ärgern, fast wäre es ihnen gelungen: Die Spieler des 1. FC Köln haben sich nach großem Kampf dem Rekordmeister mit 0:1 (0:1) geschlagen geben müssen. Die Münchner waren zwar überlegen. Die Geissböcke ließen aber kaum etwas zu und vergaben spät zwei Großchancen zum Ausgleich.

Köln – Jörg Schmadtke hatte sich keinen Illusionen hingegeben. Die 120 Minuten am Mittwoch gegen Juventus Turin seien kein Problem für die Bayern. „Das spielt keine Rolle. Die spielen seit Jahrzehnten englische Wochen“, hatte der FC-Sportchef bei „sky“ gesagt. „Aber vielleicht kriegen es hin, dass wir ihnen einige Fragen mitgeben, die sie nicht gelöst bekommen.“

Bayern dominant, aber nur Lewandowski trifft

Robert Lewandowski trifft zum 0:1 gegen den 1. FC Köln. (Foto: MV)

Robert Lewandowski trifft zum 0:1 gegen den 1. FC Köln. (Foto: MV)

Es war eine wagemutige Hoffnung gewesen, eine rotierende Bayern-Mannschaft ohne Thomas Müller, Philipp Lahm, Arturo Vidal und Franck Ribery ärgern zu können. Doch schon nach zehn Minuten im Spiel war diese Hoffnung dahin. Das Team von Pep Guardiola zeigte sich hellwach, Robert Lewandowski nutzte einen technischen Fehler von Dominique Heintz und schloss aus 17 Metern eiskalt und unhaltbar für Timo Horn ab.

Für den 1. FC Köln ein Rückschlag, der den Großteil der ersten Hälfte vorhielt und den Bayern genau das Spiel bescherte, das sie sich wünschten. Ballbesitz von über 75 Prozent, endlose Passstafetten, Köln lief hinterher, die Bayern gefielen sich in ihrer Art, das Leder laufen zu lassen. Einzig: Echte Torchancen spielten sie nicht heraus. Timo Horn blieb trotz des enormen Übergewichts des Gegners nahezu beschäftigungslos, die Fünferkette der Kölner mit Sörensen und Hector auf den Außen sowie Maroh, Mavraj und Heintz stand sicher und ließ nichts zu. Bayern passte, Köln lief, die Zuschauer gähnten. Und hätte Sörensen in der 32. Minute nicht mal eine Flanke in den Münchner Strafraum geschlagen, Manuel Neuer wäre ohne Ballkontakt mit seinen Händen geblieben.

Weiterlesen: Bayern mit historisch niedriger Torschuss-Quote