Stöger Hector SVW

Hector: „Es gibt viele Spieler, die auf mein Wort hören“

Jonas Hector hat seinen Vertrag beim 1. FC Köln bekanntlich im Sommer bis 2021 verlängert. Er plant seine Zukunft in Köln und mit dem Effzeh. Wohin geht es mit den Geissböcken in dieser Saison? Und wie realistisch ist das Ziel Europa?

Köln – Im zweiten Teil des großen Vorbereitungs-Interviews spricht Hector mit dem GEISSBLOG.KOELN über die Ziele für 2017, das Kräfteverhältnis in der Liga und seine Rolle als Führungsspieler und Vize-Kapitän in der Mannschaft.

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GBK: 18 Spiele stehen noch aus, dazu der DFB-Pokal: Mit welchen Zielen gehen Sie persönlich und geht die Mannschaft in die verlängerte Rückserie?
JONAS HECTOR: Wir haben vor der Saison unser Ziel formuliert: Platz neun bestätigen oder verbessern. Das wäre für uns eine erfolgreiche Saison.. Und das versuchen wir umzusetzen. Deswegen hat sich von unserem Ansatz her in der Winterpause nichts verändert.

Wie realistisch ist es, dass der Effzeh um Europa mitspielen kann?
Wenn ich mich nicht irre, stehen wir auf Platz sieben. Das sagt aus, dass wir auf Tuchfühlung zu den oberen Plätzen sind. Aber das müssen wir jetzt Woche für Woche bestätigen und zeigen, was wir vor allem Anfang der Hinrunde geleistet haben.

Wir wissen, dass wir mit guten Leistungen oben angreifen können

Inwieweit verändert das etwas durcheinander geratene Kräfteverhältnis in der Bundesliga die Ziele?
Man merkt, dass die Liga sehr ausgeglichen und schwer vorhersehbar ist. Frankfurt wäre letzte Saison fast abgestiegen und spielt jetzt eine überragende Runde. Wir machen das bislang auch richtig gut. Und wir wissen: Wenn wir weiter punkten, können wir klettern. Wir sollten uns nicht ausruhen, wie das vielleicht die eine oder andere Mannschaft gemacht hat, die nominell einen besseren Kader hat als wir. Wir wissen, dass wir mit guten Leistungen oben angreifen können.

Jonas Hector. (Foto: GBK)

Jonas Hector. (Foto: GBK)

Sie spielen in der laufenden Saison mehr im Zentrum als hinten links. Wie sehen Sie Ihre Rolle im Zentrum?
Das kommt immer auf den Gegner an. Wenn wir mehr Spielanteile haben, versuche ich, das Spiel ordentlich aufzubauen. Gegen Mannschaften, gegen die wir defensiver stehen müssen, heißt es für mich Räume zu schließen. Ich muss verschiedene Rollen einnehmen.

Ich habe noch nie nach einer Aktion gesagt: ‚Hey, das macht jetzt aber super Spaß hier.‘

Macht Ihnen diese Flexibilität Spaß?
Ich versuche, das Anforderungsprofil auszufüllen, das von mir erwartet wird. Ich habe noch nie nach einer Aktion gesagt: ‚Hey, das macht jetzt aber super Spaß hier.‘ Ich versuche immer, die Dinge positiv zu gestalten. Und wenn es dann mal richtig gut gelingt, freut man sich, wenn die eigene Arbeit Früchte trägt und der Mannschaft weiterhilft.

Weiterlesen: Hector über die Kapitänsbinde und seine Führungsrolle