Guirassy

Der verspielte Junge: Wie der Effzeh Guirassy wieder aufbaut

Sehrou Guirassy schöpft Hoffnung. Der 21-Jährige hat seine schwere Verletzung aus dem Winter auskuriert und steht wieder voll im Saft. Am Donnerstag wird er nach drei Monaten wieder ein Spiel für den 1. FC Köln bestreiten. Sein Trainer Peter Stöger hofft, dass der Franzose noch in dieser Saison seine Qualitäten unter Beweis stellen kann.

Köln – Am Donnerstag wird es endlich soweit sein. Drei Monate nach seinem letzten Einsatz für die Geissböcke wird Sehrou Guirassy wieder sein Trikot mit der Nummer 19 überstreifen. Im Testspiel in Bergisch Gladbach wird der Stürmer Spielpraxis sammeln können. „Laufen lassen“ wird ihn sein Trainer. Peter Stöger ist froh, den kantigen Angreifer wieder als Alternative zu haben.

Er macht einen glücklicheren Eindruck

Im Sommer die Knie-OP, im Winter eine hartnäckige Entzündung: Laut eigener Aussage ist Guirassy wieder schmerzfrei. Wochenlang wurde er von den Reha-Trainern behutsam wieder an die Belastung herangeführt. Nun muss der 21-Jährige selbst die letzten Prozent aus seinem Körper kitzeln, um zu wissen, ob die Entzündung wirklich abgeklungen ist.

Sehrou Guirassy (Mitte) mit Landsmann Anthony Modeste und Birk Risa. (Foto: Bela Bopp)

„Es geht ihm gut, momentan ist alles okay“, äußert sich Stöger vorsichtig. Nach den vielen Rückschlägen, die Guirassy in dieser Saison bereits erlitten hat, hoffen die Geissböcke, dass kein weiterer folgt. Doch der Neuzugang aus dem Sommer scheint selbst endlich ein besseres Gefühl zu haben, Vertrauen in sich gefunden zu haben. „Er macht einen offenen, einen glücklicheren Eindruck“, sagt Stöger. „Ich sehe ihn auf einem richtig guten Weg.“

Guirassy paukt fleißig Deutsch

In den vergangenen Monaten verbrachte Guirassy die meiste Zeit bei den Physiotherapeuten und mit Reha-Coach Marcel Abanoz. Bis auf wenige Wochen im Spätherbst hat Guirassy noch nicht dauerhaft mit der Mannschaft trainieren können. Alles andere als einfach für den ruhigen, immer freundlichen Jungen, der inzwischen fleißig Deutsch paukt.

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  1. Klio

    Das hoffe ich auch, dass Guirassy die Zeit gelassen wird, die ein so junger Mann nach Wechsel ins Ausland und Verletzungsproblemen braucht. Er wurde ja für die längerfristige Perspektive verpflichtet. Dass die FC-Führung ihm die Zeit gibt, daran habe ich keine Zweifel. Die Geduld der sportlichen Leitung, auch gegen die Unzufriedenheit einiger Fans, hat ja auch schon manche Früchte getragen.

    Manche Fans sind leider nicht so geduldig. Aber der Fall Osako sollte auch den Ungeduldigsten zeigen, dass man da vielleicht ein wenig mehr Vertrauen in die Verantwortlichen beim FC haben sollte und dass man mit Unmutsbekundungen alles nur schwieriger machen kann.

    Gut nur, dass wir im Moment nicht verzweifelt überlegen müssen, wer denn die Tore für den FC schießen soll. Im Windschatten von Modeste und Osako sollte Guirassy die Ruhe haben, hier wirklich anzukommen.


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