Stöger Hertha

Das Gladbach-Derby macht Stöger zum Rekord-Trainer

Wenn der 1. FC Köln in einer Woche Borussia Mönchengladbach zum Rheinischen Derby empfängt, wird Peter Stöger zum 130. Mal als Cheftrainer auf der Bank der Geissböcke sitzen – und damit zu Kölns Rekord-Trainer werden.

Köln – Es könnte kein besseres Spiel geben für diesen Meilenstein: das Traditionsderby der beiden rheinischen Erzrivalen als Bühne für Peter Stöger, Rekord-Trainer des 1. FC Köln. Am 28. Spieltag wird es soweit sein, dann überflügelt der Österreicher erst Christoph Daum (129 Spiele) und zieht mit Hennes Weisweiler, dem bisher alleinigen Rekordhalter (130) gleich.

In einer Hinsicht ist Stöger schon der Rekord-Trainer

Zum alleinigen Rekordhalter wird ihn dann die Partie beim FC Augsburg machen. Doch damit nicht genug: Stöger wird dann bereits am längsten im Amt sein, wenn es um die Anzahl Tage geht. Schon jetzt sitzt er, am Spieltag der Partie beim Hamburger SV, mit 1387 Tagen so lange im Trainersessel wie nie jemand zuvor beim Effzeh. Weisweiler brachte es zwischen dem 1. Juli 1976 und dem 15. April 1980 auf 1384 Tage. Daum hielt es 1374 Tage aus, zwischen dem 23. September 1986 und dem 28. Juni 1990.

Stöger mag nicht die Meister-, Pokal- oder gar Double-Titel einfahren wie Weisweiler in dessen damaliger Erfolgsphase. Und auch die 34 Spiele, die Stöger als Zweitliga-Coach absolvierte, sind in den 130 Pflichtspielen enthalten, während seine beiden Vorgänger alle Partien im Oberhaus absolvierten. Doch erstens hatte Stöger darauf herzlich wenig Einfluss. Zweitens kam der Trainer in einer Phase zum 1. FC Köln, in der nicht gerade vorhersehbar war, dass der 50-Jährige knapp vier Jahre später noch immer im Amt sein und die Herren Weisweiler und Daum überflügeln würde.

 



  1. Ziesi

    Er ist ein toller Typ. Er mosert nicht oder lamentiert über die Entscheidungen der Schiris, er trägt keine Grabenkämpfe in der Öffentlichkeit aus wie bspw. Rapolder und Podolski, Stolbakken und Finke oder was da sonst noch so alles gezofft hat, er vereint sein Team komplett hinter sich, er hat häufig nicht immer, die richtigen taktischen Akzente, er identifiziert sich mit Club und Stadt, … Rundrum ist Peter Stöger der passendste Trainer des FC, seit ich 1990 Fan wurde. Die Generation von jungen Leuten packt er ideal an und findet scheinbar fast immer die richtigen Worte. Ich würde es mir wünschen, doch ich glaube nicht, dass er noch weitere 4 Jahre bleibt. Irgendwann wird die Erwartungshaltung (zu Unrecht) wieder zu weit steigen, Transfers vielleicht auch mal nicht zünden, oder was auch immer. Manchmal geht´s im Fußball halt auch zu schnell – oder hätte jemand vor den Spielzeiten, als Favre in Gladbach, Klopp in Dortmund oder Hecking in Wolfsburg gingen gedacht, dass deren Teams auf einmal so unerklärlich abkacken? Wegen mir kann Stöger der kölsche Wenger werden. Meinen Segen hätte er.


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