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Modeste: Zehn bis 15 Tore – aber ohne Hennes-Attacken

Anthony Modeste kommt langsam aber sicher beim 1. FC Köln an. Nachdem er am Sonntag erstmals auf seine neuen Teamkollegen gestoßen war, stellte er sich am Dienstag offiziell vor. Der erste Eindruck: ein Bär von einem Mann, der alle seine Kraft künftig in den Effzeh stecken will. Mit der Kraft seiner Kinder, dem Talent seines Vaters und dem Selbstverständnis, für Tore zuständig zu sein. Nur nicht für Torjubler mit Geissbock Hennes.

Bad Tatzmannsdorf – Seine Antworten sind meist kurz und einprägsam. Sein Ziel diese Saison? „Zehn bis 10 Tore.“ Seine Lieblingstaktik? „Vollgas nach vorne.“ Seine Stärken? „Meine Schnelligkeit, mein Torriecher.“ Seine Trikotnummer 27? „Hatte ich schon in Bastia und Hoffenheim. Und es ist die Glückszahl meiner Frau.“

Dem Ideal eines Stoßstürmers am nächsten

Auf dem Platz ein Spieler mit Wucht, mit Power, mit Zielstrebigkeit, kommt er abseits des Rasens fast schon schüchtern daher. „Ich bin kein extravaganter Typ“, sagt er. Eher ein Familienmensch, der sich dort wohl fühlt, wo die Menschen sind, die er liebt. So wie seine Frau und seine beiden Kinder, die er so schnell wie möglich aus Heidelberg nach Köln holen möchte. „Es ist schwierig, sie zuhause zu lassen. Aber ich habe hier einen Job zu erfüllen und möchte alle Kraft in den FC stecken.“

Kraft, die er auf 1,86 Meter verteilt und die Grund genug waren, dass ihn Sportchef Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger unbedingt haben wollten. „Er bringt alle Voraussetzungen mit, die wir uns von einer Sturmspitze erhoffen“, freut sich Stöger. Und Schmadtke ergänzt: „Er ist dem Ideal eines Stoßstürmers am nächsten gekommen. Er hat körperliche Präsenz, gutes Tempo und ist ein aufgeschlossener, junger Mann, der unsere Gruppe beleben wird.“

Modeste will Hennes lieber streicheln

Auf Modeste, dessen Vater einst bei St. Etienne in Frankreich spielte, ruhen in Köln die großen Hoffnungen. Er soll Anthony Ujah beerben, der nach einer „überragenden Saison, die ihm nicht viele zugetraut hatten“ (Stöger) nach Bremen gewechselt ist. Die zwei Stürmer vergleichen wollen die Verantwortlichen nicht. Es deutet sich aber bereits an, dass Modeste der bessere Techniker ist und der klassischere Stoßstürmer. Der einzige, den die Geissböcke im Kader haben. Und derjenige, der mit allen anderen Stürmern im Kader (Osako, Hosiner, Zoller, Finne) zusammen spielen könnte.

Und am besten auch zusammen jubeln. Das, stellt Modeste aber klar, will er definitiv anders machen als sein Vorgänger Ujah. Den Geissbock Hennes an den Hörnern packen? Modeste lacht. „Das wäre nicht gut, oder?“ Dann macht er einen Streichelbewegung. „So besser.“ Am liebsten 10 bis 15 Mal in der kommenden Saison.

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