Kein Transfer-Wettbieten! "Es muss auf Sicht Sinn machen"

Eigentlich wollte der 1. FC Köln mit dem kompletten Kader in laufende Trainingswoche starten. Dann fiel Felipe Santana durch den Medizincheck und beim Effzeh ging die Suche nach einem neuen Innenverteidiger aufs Neue los. Bis Kitzbühel soll der Kader stehen. Doch erpressen lassen will sich bei den Geissböcken niemand.

Köln – Peter Stöger und Jörg Schmadtke sind einer Meinung: Der Trainer erwartet „keine Entscheidung vom einen auf den anderen Tag“, wie er am Dienstagnachmittag sagte. Jeder wünsche sich, dass es so früh wie möglich klappt. „Aber es ist für uns wichtig, überlegte Entscheidungen zu treffen, die auf Sicht für den Verein Sinn machen.“ Für diese Entscheidungen ist am Ende der Sportchef verantwortlich. Und der stellte in der „Bild“ knallhart fest: „Ein Wettbieten wird es mit uns nicht geben.“

Wird einer unvernünftig, hat es sich erledigt

Klar ist: Die Konkurrenz weiß, dass der Effzeh auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger ist. Und sie weiß auch, dass die Verkäufe von Kevin Wimmer und Anthony Ujah „dazu geführt haben, dass wir in dieser Transferperiode mehr ausgegeben können als ursprünglich gedacht“, wie Schmadtke im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN unlängst bestätigte. Doch der 51-Jährige schiebt dem Aufrufen von Mondpreisen von vorne herein einen Riegel vor: „Es geht immer darum, eine Lösung zu finden, mit der beide Seiten zufrieden sind. Wird eine Seite auf dem Weg dorthin unvernünftig, hat sich die Sache schnell erledigt.“

Weshalb der FC nun mehrere Optionen gleichzeitig prüft. Schließlich zeigt das Interesse an Santana, dass sich die Kölner nicht mit einer Notlösung zufrieden geben werden. Der Neue soll sofort, aber auch in ein, zwei Jahren noch helfen. Stöger setzt deswegen auf das „glückliche Händchen, das wir in den letzten zwei Jahren hatten“. Wohl wissend, dass auf dem Transfermarkt noch längst nicht alle Dominosteine in Bewegung gekommen sind und die eigenen Verhandlungen von den Aktivitäten anderer Vereine auf dem Transfermarkt abhängig sein könnten.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar