,

Gibt's jetzt das Spektakel? Die Gefahr mit dem Risiko

Spektakel. Dieses Wort führt beim 1. FC Köln gerade zu allerlei Gesichtsakrobatik. Trainer Peter Stöger nickt verständnisvoll, Manager Jörg Schmadtke verzieht die Mundwinkel, Leonardo Bittencourt zeigt ein strahlendes Lächeln und die Fans bekommen große Augen. Das Wort Spektakel steht für Hoffnung und Erfolg, genauso aber für Risiko und Gefahr. Eine Gratwanderung.

Köln – Es war der 14. Juli 2015 um 17.36 Uhr, als sich der Effzeh-Kosmos veränderte: Der 1. FC Köln gab die Verpflichtung von Leonardo Bittencourt bekannt. Es war der Moment, als in vielen Augen eine gute Transferperiode für die Geissböcke zu einer sehr guten wurde. Auch der GBK kommentierte, die Verpflichtung sein ein „Transfer-Hammer mit Signalwirkung„. Nach Anthony Modeste, Philipp Hosiner und Milos Jojic war Bittencourt die Kirsche auf der Sahnetorte – der vierte Offensiv-Transfer, der eines zu versprechen schien: Spektakel.

Bittencourt hat 96 nicht erfolgreich gemacht

Nun sei zunächst einmal die Frage gestattet: Was genau bringt der 21-Jährige mit, dass man derart große Hoffnungen auf ihm ablädt? Nach 57 Bundesliga-Spielen für Hannover 96, davon 35 in der Startelf (fünf Tore, acht Vorlagen), kann man schließlich nicht gerade von einem Spieler mit eingebauter Tor- und Vorlagengarantie sprechen. Vielmehr galt Bittencourt in Niedersachen als Chancentod, hochveranlagt, aber zu verspielt.

Thomas Strunz erklärte am Sonntag im „Doppelpass“ bei „Sport1“ gar: „Bittencourt hat in Hannover nicht gerade dazu beigetragen, dass 96 erfolgreich war.“ Dennoch habe der Transfer zusammen mit den weiteren, verpflichteten Offensivkräften dazu geführt, dass „die Erwartungshaltung eine andere sein wird in der kommenden Saison. Die Fans wollen besseren Fußball sehen. Mit einem 0:0 gegen Paderborn wird niemand mehr zufrieden sein.“

Weiterlesen: „Dann werden sie uns in der fünften Woche fragen, was wir das für einen Scheiß veranstalten.“

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar