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Viel Lob für das "Monster" – Modeste trifft Hennes

Auf diese Begegnung haben die Fans des 1. FC Köln gewartet: Anthony Modeste und Hennes VIII. standen sich am Sonntag bei der Saisoneröffnung erstmals Auge in Auge gegenüber. Der Franzose muss mächtig Eindruck auf den Geissbock gemacht haben – denn dieser erleichterte sich bei dem Anblick des 27-Jährigen erst einmal auf der Bühne. Modeste schüchterte Hennes ein. So soll es künftig auch bei Gegnern sein.

Köln – Mit drei Toren ist der neue kölsche Anthony (mit vollem Namen Anthony Mbu Agogo Modeste) in sein Effzeh-Abenteuer gestartet. Sein Auftritt im Pokal in Meppen sorgte für Jubelstürme bei den Fans und weckte große Hoffnungen für die kommende Saison. „Gegen einen Viertligisten kann man mal drei Tore machen, das ist schon okay“, nordete Manager Jörg Schmadtke lächelnd jene wieder ein, die nun schon von 20 Saisontoren und mehr des Neuzuganges träumen.

Tony ist ein Monster vorne drin

Doch Modeste macht Eindruck. Nicht nur bei Hennes und bei Regionalligisten, sondern auch bei seinen Mitspielern. „Tony ist ein Monster vorne drin“, sagte Kapitän Matthias Lehmann. „Das ist speziell und anders als bei Tony Ujah. Er hatte einen super Einstand, besser geht’s nicht.“ Ist Modeste der bessere Ujah? Diese Frage stellt sich automatisch – und der erste Eindruck lässt den Schluss zu: Ja, der 27-Jährige bringt alles mit, um seinen nach Bremen abgewanderten Vorgänger (36 Tore in 102 Pflichtspielen für den FC) vergessen zu machen.

#Saisoneröffnung mit 40 000 fans 😱😱😳😳😳 #Köln #effzeh #geißbock #rot #weiß 🐐🐐🐐

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So sieht es auch Timo Horn. Auch der Torhüter hofft auf eine durchschlagskräftigere Offensive. „Wir haben vorne richtig an Qualität dazu gewonnen und ich glaube, dass wir einige mehr Tore schießen werden als letzte Saison.“

Ein ganz toller Transfer! Fantastisch!

Wie selbstverständlich hatte sich Modeste in Meppen bereits den Ball geschnappt, als Schiedsrichter Christian Dietz Elfmeter gepfiffen hatte. Kapitän Lehmann, der arrivierte Strafstoß-Schütze, musste hinten anstehen gegen den selbstbewussten Stürmer. „Wir hatten vorher nicht drüber gesprochen. Er hat sich wohl gefühlt, sich den Ball geschnappt und ihn rein gemacht“, wollte der 32-Jährige denn auch kein Fass aufmachen. Lehmann hatte selbst in der Vorbereitung gegen GKS Tychy verschossen.

Modeste und Köln – das könnte passen. So sieht es auch die Experten-Welt. Am Sonntag lobte Trainer Mirko Slomka im „Doppelpass“ bei „Sport1“ die Verpflichtung des ehemaligen Hoffenheimers. „Ein ganz toller Transfer! Fantastisch! Wenn ich irgendwo Trainer gewesen wäre, hätte ich mich sehr für ihn interessiert. Ein schneller Spieler, ein abschlussstarker Spieler, körperlich sehr robust.“ Und mit dem nötigen Humor, passend für das verrückte Köln. Als Hennes am Sonntag auf die Bühne kam, lachte sich Modeste schlapp, knipste wie wild Fotos und drehte einen kleinen Film vom Effzeh-Maskottchen. Nur an den Hörnern packte er den Geissbock nicht. Das hat er sich bereits verboten.

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