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Suche nach dem Glück: Frauen brauchen ersten Sieg

Ein Viertel der Saison ist rum, doch die Frauen des 1. FC Köln warten noch immer auf den ersten Sieg in der Frauen-Bundesliga. Sechs Spiele, fünf Niederlagen, nur ein Punkt: Damit liegen die Geissböcke auf dem letzten Tabellenplatz. Nachdem es vor zwei Wochen selbst gegen den Tabellennachbarn aus Leverkusen eine Pleite gab, nehmen die Zweifel am angestrebten Klassenerhalt langsam zu.

Köln – Eine Länderspiel-Pause ist immer gut, um den Kopf frei zu bekommen. Nationalspielerinnen wie Rachel Rinast und Laura Giuliani fuhren zu ihren Auswahl-Teams. Ein wenig Distanz zu den deprimierenden Geschehnissen in Köln dürfte geholfen haben.

Denn obwohl die Kölnerinnen gegen Leverkusen ebenbürtig gewesen waren, hatte es auch gegen die ähnlich stark eingeschätzten Rivalen von Bayer eine Niederlage gesetzt. „Das müssen wir uns selbst zuschreiben“, hatte Trainer Willi Breuer gesagt. „Wir haben Fehler gemacht, die bestraft wurden. Und selbst schaffen wir es nicht, unsere Chancen zu nutzen. Das ist eben das Lehrgeld, das du manchmal als Aufsteiger bezahlst.“

Was den Kölnerinnen Hoffnung macht 

Das Problem: Dieses Lehrgeld zahlen die FC-Frauen nun schon seit dem ersten Spieltag. Bislang hat es aber nur zu einem Punktgewinn in Sand (1:1) gereicht. Selbst gegen Mitaufsteiger Bremen hatte es eine 2:6-Pleite gegeben. Nun geht es am Samstag in Essen gegen den Tabellen-Sechsten. Die SGS spielt seit elf Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse und hat sich im oberen Mittelfeld der Liga etabliert. Vor zwei Jahren standen die Spielerinnen aus Essen-Schönebeck im Finale um den DFB-Pokal.

Hoffnung gibt es dennoch: Die Kölnerinnen haben sich zuletzt defensiv stabilisiert, gegen Leverkusen kaum echte Torchancen zugelassen. Dass es dennoch nicht zu Punkten reichte, war der ungenügenden Chancenverwertung zuzuschreiben. Das soll sich schleunigst ändern: Mit Lise Munk haben die Kölnerinnen die Zweitliga-Torschützenkönigen der letzten Saison in ihren Reihen. Auf ihr ruhen neben den Junioren-Nationalspielerinnen Nina Ehegötz und Anna Gerhardt in der Offensive die Hoffnungen.

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