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Verpasste Chancen und zwei nicht gegebene Elfmeter

Zur zweiten Hälfte baute Stöger um. Er brachte Leonardo Bittencourt für Nagasawa, und der Mann mit dem geschienten linken Arm brachte direkt neuen Schwung in Kölns Offensive. Alleine Modeste (48., 57., 64., 84.) vergab gegen seinen Ex-Klub noch weitere vier Großchancen teils allzu überhastet. „Tony hat heute viel gearbeitet und versucht aus jeder Lage auch schwierige Bälle zu nehmen“, sagte der starke Kapitän Matthias Lehmann hinterher. „Man hat ihm angesehen, dass er unbedingt gegen die alten Kollegen treffen wollte.“

Erst Hand-, dann Foulelfmeter nicht gegeben

In einer Situation hätte er allerdings durchaus treffen können. Marcel Risse hatte in Minute 57 von rechts geflankt, Modeste den Kopfball perfekt erwischt. Im ersten Moment sah es nach einer guten Reaktion von Oliver Baumann aus, der den Ball parierte. Doch die Reaktion von Peter Stöger ließ auf etwas anderes schließen: Tobias Strobl hatte die Richtung des Balles auf dem Weg zum Tor mit einem abgespreizten Arm verändert. Ein klarer Elfmeter, der dem FC verweigert blieb.

Er blieb nicht der einzige: In der Schlussminute kam Leonardo Bittencourt im Strafraum zu Fall. Jin-Su Kim hatte Bittencourt klar ersichtlich beim Torschuss behindert und dessen Schussbein bei einer Grätsche getroffen. Doch auch in dieser Szene blieb die Pfeife von Schiedsrichter Günter Perl stumm. Nach dem Hand-Tor im letzten Heimspiel gegen Hannover 96 war das Schiedsrichter-Gespann auch in dieser Partie den Kölnern nicht gut gesinnt.

Stöger lobt: „Das waren heute sicher 100 Prozent“

So blieb es schließlich beim 0:0, das abgesehen von den nicht gegebenen Elfmetern der schwachen Chancenverwertung des FC geschuldet war. „Ich war sehr einverstanden mit der Leistung und hatte immer das Gefühl, dass sich die Jungs als Gruppe verkaufen und das Spiel gewinnen wollten“, sagte Peter Stöger hinterher. „Ich kann nur bewerten, was von den Spielern auf dem Platz versucht wird – und das waren heute sicher 100 Prozent. Die Ausbeute war natürlich keine 100 Prozent. Aber deswegen haben wir eben auch das Spiel nicht gewonnen.“

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