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Merk fordert Videobeweis: Wann lernt der Fußball?

Prominente Unterstützer gibt es mittlerweile zuhauf. Von Dr. Markus Merk über Klaus Allofs bis zu Jörg Schmadtke – sie alle empfinden es als Pflicht, dass sich auch der Fußball den technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts unterwirft, anstatt mit fadenscheinigen Ausreden nach Gründen zu suchen, warum zu viel Technik den Volkssport Fußball kaputt machen würde. Ein Volkssport ist das Milliardengeschäft auf den Ebenen von DFL und DFB über UEFA bis zur FIFA ohnehin schon längst nicht mehr. Vielmehr ein Ort, in dem Professionalität und Verlässlichkeit wichtige Faktoren sein sollten.

Das schwache Glied sind wir Vereine

Das alte Motto, jede Fehlentscheidung gleiche sich über die Saison hinweg wieder aus, wurde spätestens mit dem Relegations-Rückspiel zwischen dem HSV und Karlsruhe ad absurdum geführt. Hätte es den Videobeweis gegeben, würde heute der KSC in Liga eins spielen und der HSV eine Klasse tiefer. Deshalb forderte FC-Sportchef Schmadtke nun im „Express“ zurecht einen DFB-Krisen-Gipfel. „Wir sollten nicht mehr öffentlich diskutieren, sondern uns zusammensetzen: Schiedsrichter, Manager, Trainer, ein paar Spieler.“ Denn: „Das schwache Glied ist nicht etwa der Schiedsrichter, wie Torsten Kinhöfer sagt. Da widerspreche ich ihm massiv. Das schwache Glied sind wir Vereine.“

Beim 1. FC Köln wissen sie seit dem Handtor von Oliver Held im Abstiegsjahr 1998 genau, wie richtungsweisend richtige oder falsche Entscheidungen sein können. Die Verbandverantwortlichen müssen daher – auch zum Wohle ihrer Schiedsrichter, die sie ja so vehement schützen und von jeder Kritik ausnehmen – endlich handeln. Denn immer nur daran zu appellieren, wie schwierig der Job eines Schiedsrichters ist, im Gegenzug aber nichts zu tun, um diesen zu erleichtern, reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus.

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