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Tünn spricht Klartext: "Wir werden uns nicht verkaufen"


Im nächsten Jahr stehen Präsidiumswahlen an. Tritt der aktuelle Vorstand mit Vize-Präsident Schumacher wieder an?
Der Mitgliederrat muss ein Team vorschlagen. Dieses Gremium wird mit Kandidaten sprechen, sich ein Bild machen und dann ein Team vorschlagen, das es werden soll. Demnach sind noch Gespräche zu führen und wir werden weiterhin einen Schritt nach dem nächsten tätigen.

Habe den Teufel schon gesehen

Aber nach dem erfolgreichen Umbruch der letzten Jahre würde es doch mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht der aktuelle Vorstand würde.
Ich habe den Teufel schon gesehen. (lacht) Nein, Spaß beiseite: Ich denke, dass alle bestrebt sind, dass es in dieser Besetzung weitergeht.

Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle haben bereits bekundet, gerne mit Ihnen weitermachen zu wollen.
Es freut mich, dass die Geschäftsführung mit uns zufrieden ist. Das gilt umgekehrt ja genauso. Da kann ich mich nur wiederholen: Als wir erst Jörg Jakobs und Alex Wehrle und dann Jörg Schmadtke und Peter Stöger ausgesucht haben, haben wir in die Goldtaler-Kiste gegriffen. Jeder für sich war schon gut. Aber sie müssen eben auch als Team funktionieren.

Alexander Wehrle, Toni Schumacher und Jörg Schmadtke.

Alexander Wehrle, Toni Schumacher und Jörg Schmadtke. (Foto: GBK)

Der 1. FC Köln gehört zu den Klubs, die mit viel Tradition im Rücken arbeiten. In der DFL wurde nun das Verhältnis zwischen Traditions- und Werksklubs diskutiert. Wie stehen Sie dazu?
Ich finde, man kann einen Verein doch nicht besser behandeln, weil dieser Tradition hat, und andere schlechter, weil sie weniger Tradition haben.

Wenn man RB Leipzig die Lizenz erteilt, dann…

Und was ist mit dem Wettbewerbsvorteil, den andere Klubs haben, weil ihre Etats von vorne herein durch einen Konzern gedeckt werden?
Dann müsste man die Regeln ändern und sagen: Es dürfen keine Werksklubs mehr in der Bundesliga spielen. Aber das wird nicht passieren. Wenn man Klubs wie beispielsweise RB Leipzig die Lizenz erteilt, dann darf man sich nicht wundern, dass solche Diskussionen auf den Tisch kommen.

Weiterlesen: „Im Normalfall nur Plätze zwischen 8 und 12 drin“

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