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"Die schwerste Entscheidung, seit ich Trainer bin"

Er hatte alle hinters Licht geführt: Indem Peter Stöger seinen Kapitän Matthias Lehmann auf der Ersatzbank ließ, überraschte der Trainer des 1. FC Köln alle. Zwar kam der 32-Jährige gegen Eintracht Frankfurt nach nur wenigen Minuten in die Partie. Die Entscheidung, seinen Kapitän zu Beginn aber draußen zu lassen, fiel Stöger extrem schwer.

Köln – „Nicht nur, seit ich hier bin, sondern seit ich überhaupt Trainer bin, war das für mich die schwerste Entscheidung“, gestand Stöger nach dem 3:1-Sieg über Frankfurt. Lehmann, der unter Stöger zu einem Schlüsselspieler im taktischen Korsett erwachsen ist und als verlängerter Arm des Trainerteams auf dem Platz fungiert, gehört für Stöger zu den wichtigsten Ansprechpartnern im Team. Lehmann ist eine Vertrauensperson, auf die der Österreicher bislang nicht verzichten wollte.

Weiß nicht, ob er das mit Zolli besprochen hatte

Matthias Lehmann. (Foto: MV)

Matthias Lehmann. (Foto: MV)

Gegen Frankfurt aber tat er es, wenn auch nicht lange. „Wir wollten sehen, ob die Art und Weise aus Hamburg wieder funktionieren kann“, erklärte Stöger die Maßnahme. „Mit dem Wissen, dass wir Matze als stabilisierenden Faktor in der Hinterhand hätten.“ Das Ziel war: Die Trainer wollten jene Spieler, die in Hamburg derart überzeugt hatten, dass Stöger gänzlich auf Wechsel verzichtet hatte, für ihre Leistung belohnen und niemandem das Gefühl geben, für den Kapitän geopfert zu werden. „Auf der anderen Seite war es auch die leichteste Entscheidung für mich, weil Matze weiß, was ich von ihm halte und wie ich ihn schätze.“

Stöger wusste, er würde Lehmanns Vertrauen durch diese Maßnahme nicht verlieren. Und weil Simon Zoller das Pech hatte, nach nur zehn Minuten verletzt vom Feld zu müssen, durfte Lehmann ohnehin sofort wieder ran. „Ich weiß nicht, ob er das mit Zolli besprochen hatte“, lachte Stöger die unglückliche Verletzung seines Angreifers weg. Allerdings zeigte auch der Wechsel Lehmann gegen Zoller, wie wichtig der Kapitän in Stögers Augen weiterhin für die Mannschaft ist. „Nahezu auf jeder Position hätten wir Matze gebracht“, erklärte Stöger seine allererste Wechseloption. „Weil wir wissen, dass er uns Stabilität bringt und wir mit Spielern wie Mladenovic, Bittencourt und Gerhardt Spieler haben, die auf vielen Positionen spielen können.“


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