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Sterbender Schwan Modeste: "Das braucht kein Mensch!"

Anthony Modeste hat am Samstag nicht nur den 3:1-Siegtreffer für den 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt erzielt. Der Franzose war auch Hauptdarsteller in einem Theaterschauspiel, das sich der 27-Jährige besser verkniffen hätte. Die FC-Verantwortlichen hielten jedenfalls nichts von den Schauspielkünsten des Stürmers.

Köln – Er ging wie vom Blitz getroffen zu Boden. Anthony Modeste zuckte, fiel und hielt sich die Stirn. Nach einem Wortgefecht mit Marc Stendera war der Franzose zu Boden gegangen. Ein Kopfstoß? Die Fernsehbilder überführten den 27-Jährigen anschließend einer Schwalbe.

Wollte Modeste eine Rote Karte für den Frankfurter provozieren? Hatte er sich zu einer Dummheit hinreißen lassen? Trainer Peter Stöger und Sportchef Jörg Schmadtke berieten sich nach Ansicht der TV-Bilder und waren einer Meinung: Die Aktion des Stürmer war daneben.

Tony kriegt eine Ansage

Schmadtke sagte zu „Sky“: „Tony kriegt eine Ansage. Ich habe keinen Bock auf so etwas. Wenn nichts ist, muss man nicht umkippen und den sterbenden Schwan markieren.“ Das bestätigte Stöger später. „Den sterbenden Schwan braucht kein Mensch! Wenn nichts ist, muss man nicht so zu Boden gehen.“

Anthony Modeste und Yannick Gerhardt beim Torjubel nach dem Treffer zum 3:1 gegen Eintracht Frankfurt. (Foto: Jörg Schüler)

Anthony Modeste und Yannick Gerhardt bejubeln den Treffer zum 3:1. (Foto: Jörg Schüler)

Modeste wird sich also auf ein persönliches Gespräch mit den FC-Bossen einstellen müssen. Wohl dem, der darüber hinaus allerdings sportlich einen großen Teil zum Sieg beigetragen hatte. Der Franzose hatte den 1:1-Ausgleich durch Yannick Gerhardt sehenswert mit einem Außenrist-Pass aus dem Fußgelenk vorbereitet und das 3:1 nach Vorlage Gerhardts selbst markiert. Solche Szene sind den FC-Verantwortlichen deutlich lieber. Schließlich steht Modeste bei den Kölner als Fußballer und nicht als Schauspieler unter Vertrag.


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