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Sonderlob für Mavraj: Als wäre er nie weg gewesen

Er verlor nur einen Zweikampf, war bester Mann im Eins gegen Eins des 1. FC Köln und spielte, als wäre er nie weg gewesen: Mergim Mavraj fügte sich am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg nahtlos in die Defensive der Geissböcke ein und kompensierte so den Ausfall von Dominique Heintz bravourös. Trainer Peter Stöger zollte dem Albaner hinterher Respekt.

Wolfsburg/Köln – Acht Monate hatte Mavraj kein Spiel mehr von Beginn an in der Bundesliga bestritten. Doch von fehlender Spielpraxis war beim 29-Jährigen nichts zu spüren. Der Albaner nutzte die sich ihm bietenden Chance und überzeugte mit einer nahezu fehlerfreien Partie. Dem Gegentor durch Draxler ging zwar ein Missverständnis zwischen ihm und Timo Horn voraus. Ankreiden konnte man ihm den Treffer aber nicht.

Das war wirklich außergewöhnlich

„Es freut mich sehr für ihn, das muss ich wirklich sagen“, urteilte Peter Stöger hinterher über seinen Routinier. „Ich verteile ja eigentlich nicht gerne ein Sonderlob. Aber das war wirklich außergewöhnlich.“ Der Österreicher hatte Heintz wegen dessen Erkrankung ersetzen müssen. Linksfuß Mavraj war für den 49-Jährigen die logische Option gewesen – nicht nur, weil auch Frederik Sörensen verletzt ausfiel.

Stöger lobte Mavraj für dessen Kampf nach der schweren Knie-Verletzung und auch für dessen Entscheidung, trotz der schwierigen Perspektive in Köln geblieben zu sein. „Wenn du darüber nachdenkst, ob das noch der richtige Weg ist mit wenig Einsatzzeit, aber du trotzdem da bleibst und dich durchbeißt – und dann so ein Spiel ablieferst – freut mich das wirklich sehr“, so der FC-Coach. Mavraj dürfte es mit Genugtuung registriert haben. Der Albaner fiebert der EM 2016 entgegen. Jede Minute Einsatzzeit ist da kostbar.

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