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Helmes: "Die dümmste Entscheidung meines Lebens"

Seit dieser Saison steht Patrick Helmes nur noch am Rand des Fußballplatzes. Der Co-Trainer der U21 des 1. FC Köln hat seine zweite Karriere begonnen, die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Die Trainer-Laufbahn geht er mit dem gleichen Ehrgeiz an wie seine aktive Karriere. Die Fehler, die er dort begangen hat, will er künftig vermeiden und seine Erfahrungen weitergeben.

Köln – Alles begann im Juni 2009, als sich Patrick Helmes, damals bei Bayer Leverkusen unter Vertrag, das erste Mal das Kreuzband riss. Im Urlaub. Bei einem privaten Kick in Siegen. „Ich bin nach dem Pokalfinale mit ein paar Leverkusener Jungs nach Ibiza geflogen. Dann rief ein ehemaliger Mitspieler aus Siegen an und meinte, er würde am Mittwoch heiraten und davor noch einen kleinen Kick unter Freunden organisieren“, erklärte Helmes im Interview mit „spox.com“.

Das Karriereende: Patrick Helmes wird Co-Trainer der U21.

Nie wieder als Stürmer auf dem Feld: Patrick Helmes. (Foto: MV)

„Ich bin aus alter Verbundenheit nach Hause geflogen und habe mir ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband gerissen. Das war die dümmste Entscheidung meines Lebens“, sagte der heute 32-Jährige. „Meine Frau hat noch im Vorfeld gesagt, ich solle den Mist sein lassen und mich in der Sommerpause erholen. Hätte ich mal auf sie gehört…“

Trainer-Karriere im Blick: „Ich brauche diesen Ehrgeiz“

Dem ersten folgte später ein zweiter Kreuzbandriss, danach ein Muskelfaserriss, nach dessen Ausheilung der Hüftschaden festgestellt wurde, der schließlich Helmes‘ Karriere beendete. Im Sommer 2015 wechselte Helmes auf die Trainerbank, zusammen mit Martin Heck und Uwe Grauer schult er die Talente des 1. FC Köln in der U21. Diese Aufgabe soll aber erst der Anfang sein. „Den B-Schein habe ich bereits in der Tasche, im Laufe dieses Jahres folgt der A-Schein. Das wäre dann fürs Erste ein solides Fundament“, sagte Helmes.

Ein Fundament, das er ausbauen will. „Ich will in nächster Zeit den Fußballlehrer machen, ich will irgendwann Cheftrainer werden und ich will so weit wie möglich nach oben kommen“, erklärte Helmes. „Ich brauche diesen Ehrgeiz, da mache ich keinen Unterschied zwischen Spieler und Trainer. Ich finde diesen Beruf extrem interessant, da mir immer mehr bewusst wird, wie wenig ich als Spieler über die detaillierte Arbeit eines Trainers nachgedacht habe.“

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