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Kritik am Mittelfeld nach Kölner Fehlpass-Festival

Im Hinspiel hatte der 1. FC Köln den FC Ingolstadt 04 defensiv so sehr gefordert wie kaum ein anderes Team in dieser Saison. Die Schanzer hatten gerade in der ersten Hälfte große Mühe gehabt, die Geissböcke zu kontrollieren. Im Rückspiel war davon nichts mehr zu sehen gewesen. Die Kölner hatten ihrerseits enorme Probleme im Spielaufbau. Selten enttäuschte der FC in dieser Saison bei eigenem Ballbesitz.

Ingolstadt/Köln – Peter Stöger machte keinen Hehl daraus, womit er zufrieden gewesen war beim 1:1 seiner Mannschaft in Ingolstadt – und mit was nicht. „Defensiv haben wir nicht viel zugelassen. Das war gut. Aber ich war mit allem, was vor der Viererkette war, nicht zufrieden.“

Zu wenig Ruhe, zu viele falsche Entscheidungen

Damit durften sich alle Spieler angesprochen fühlen, die nicht engster Teil der Abwehrformation gewesen waren, insbesondere Matthias Lehmann und Kevin Vogt, die zwar defensiv halbwegs sicher standen, offensiv aber nichts zustande gebracht hatten. Aber auch Leonardo Bittencourt hatten einen schwarzen Tag erwischt, Yannick Gerhardt mühte sich zwar, entschied sich in den entscheidenden Situationen aber falsch. Nur Marcel Risse gelang zumindest eine gute Szene, die umgehend im Ausgleichstreffer durch Anthony Modeste mündete.

Stöger störte vor allem, dass die Kölner im Mittelfeld die viel zitierten „zweiten Bälle“ nicht gewannen, weder defensiv noch offensiv. Und wenn die Geissböcke dann mal den Ball gewannen und schnell hätten nach vorne spielen können, ging es meist in die Hose. „Mit Ruhe hätten wir da sehr oft durchspielen können, wenn wir die richtigen Entscheidungen getroffen hätten“, kritisierte Stöger.

Erschreckend schwache Kölner Passquote

Der Effzeh kam am Ende auf eine erschreckend schwache Passquote von gerade einmal 62,7 Prozent und konnte sich am Ende nur aufgrund einer starken Zweikampfbilanz (54,2 Prozent) bis zum Ausgleichstor in der Partie halten. Einzig der Fitness der Kölner war es wieder einmal geschuldet, dass der FC in der Schlussphase zurück ins Spiel fand. Als Ingolstadt nach 70 Minuten die Puste auszugehen schien, drehten die Kölner noch einmal auf und hätten am Ende beinahe sogar noch den Siegtreffer erzielt. Doch es passte zum Spiel, dass die entscheidenden Pässe auf Modeste und Hosiner schließlich zu ungenau blieben.

3 Kommentare
  1. Dementia
    Dementia says:

    @Walter, was willst du damit sagen?
    Hosiner ist ein guter, hat im ersten Spiel 10 min. nach seiner Einwechslung das 1:1 gegen den HSV erzielt. Ok, seit dem ist ihm nicht mehr viel gelungen, liegt aber eher an der fehlenden Spielpraxis und Selbstvertrauen, bei Zoller hat es ja auch etwas gedauert…

  2. Freddy
    Freddy says:

    Für Hosiner ist die Bundesliga mindestens 1 Nummer zu groß oder erspielt beim falschen Verein. Hosiner muss man mit Flanken füttern, das ist aber leider nicht das Spiel vom FC. Da sehe ich lieber Osako in vorderster Spitze (falls Modeste ausfällt), der trifft eher als ein Hosiner ohne Selbstvertrauen…Zoller ist deutlich besser als Hosiner…

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