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Letztes Duell mit Pep: Kann Köln Guardiola ärgern?


Warum aber ist es überhaupt so schwer gegen die Bayern zu bestehen? Obwohl nur fünf Punkte zwischen dem FCB und Verfolger Borussia Dortmund liegen, werden die Münchner als der weitaus schwerere Gegner im Vergleich zum BVB wahrgenommen. „Die Problematik ist“, erklärt Stöger: „Sie haben extreme Schnelligkeit über die Außen, die du normalerweise doppeln solltest. Allerdings haben sie im Zentrum sehr gute Passspieler, die kaum Fehler machen, weshalb du die Halbpositionen besetzen musst. Und damit es nicht so aussieht, dass du selbst eigentlich nichts zum Spiel beitragen willst, solltest du auch nach vorne noch was machen.“

Die Konsequenz: Teams wie dem Effzeh gehen schnell die Spieler aus, um all diese Aufgaben möglichst gleichzeitig zu erfüllen. Für Stöger ist der FC Bayern aktuell – wenn alle Spieler fit sind – „die wahrscheinlich beste Mannschaft in Europa“. Es sei eine „riesige Aufgabe“, gleichzeitig aber auch eine „herrliche Aufgabe“.

Arjen Robben erzielt das 1:0 für den FC Bayern. (Foto: sampics)

Arjen Robben erzielt im Hinspiel das 1:0 für den FC Bayern. (Foto: sampics)

Eine Aufgabe, der sich eine andere Mannschaft noch vor dem Effzeh wird stellen müssen: Juventus Turin. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League (das Hinspiel endete 2:2) ist die Alte Dame der Außenseiter. Kaum jemand glaubt, dass die Bayern an der Hürde Juve scheitern werden. „Alle Fachleute gehen davon aus, dass Juventus keine Chance hat“, sagt Stöger und fügt hinzu: „Aber wir reden hier davon, wie wir den Bayern ein Bein stellen können.“

Haben die Kölner unter normalen Umständen am Samstag tatsächlich keine Chance? Klar ist, dass die Geissböcke zumindest wieder an sich glauben. Das 2:0 bei Hannover 96 hat Selbstsicherheit und Optimismus zurückgebracht – und das Gefühl, dass in der Bundesliga-Tabelle alles wieder im Lot ist. „Die Spieler sind erleichtert, dass sie gewonnen haben. Jetzt ist es auch von der Optik her wieder okay“, sagt Stöger mit Blick auf die 33 Punkte nach 26 Spielen und Rang neun. Sein Team wird am Samstag also befreit aufspielen können. Es gibt schlechtere Voraussetzungen, um Pep Guardiolas vorerst letztem Auftritt im RheinEnergieStadion eine besondere Note zu verleihen.


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