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"Unser Ziel ist nicht sexy" – das kommt erst noch!

Nein, der 1. FC Köln ist noch nicht gerettet, der Klassenerhalt rechnerisch noch nicht erreicht. Dennoch können sich die Geissböcke nach dem wichtigen 2:0-Sieg bei Hannover 96 nun gedanklich schon mit der nächsten Bundesliga-Saison beschäftigen. Mehr wäre zwar drin gewesen, es wäre aber einer Sensation gleich gekommen. Ein Kommentar.

Köln – Peter Stöger machte keinen Hehl aus seiner Erleichterung nach dem Sieg in Hannover. Wichtig war er gewesen, sehr wichtig. Für die verunsicherten Spieler, für die Planungssicherheit des Klubs, für die Seele der Fans und die Ruhe im Umfeld. 33 Punkte nach 26 Spielen – damit kann ein Klub zufrieden sein, der sich im zweiten Jahr Bundesliga nach seinem Aufstieg befindet.

Natürliche Grenzen einer Entwicklung

„Unsere Zielsetzung ist nicht sexy“, sagt Stöger mit Blick auf die magische 40-Punkte-Marke. Klassenerhalt. Mehr nicht. „Das ist unser vorrangiges Ziel.“ Weil es kein anderes geben darf in der noch immer nicht völlig entspannten Finanzlage. Weil es kein anderes geben darf, um die Kader-Entwicklung mit jungen Spielern weiter vorantreiben zu können. Und weil es kein anderes geben darf, um im Sommer unter Umständen ein, zwei Leistungsträger gewinnbringend verkaufen zu können.

Der 1. FC Köln gewinnt in Hannover mit 2:0. (Foto: CM)

„Wenn man mehr haben will, muss man in den Spielen anders punkten, in denen wir nichts mitgenommen haben“, sagt Stöger auch selbstkritisch. Auf der einen Seite hat die Mannschaft gegen Gladbach, Leverkusen, Schalke und Dortmund gewonnen. Außergewöhnliche Punktgewinne, alles andere als selbstverständlich. Das zeigt, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Auf der anderen Seite: Wer aus Heimspielen gegen Ingolstadt, Hoffenheim, Hannover, Augsburg und Mainz nur drei Punkte mitnimmt, dem sind noch natürliche Grenzen gesetzt.

Zwei Siege, die zeigen: Es geht auch anders!

Grenzen, die auch in der Rückrunde deutlich wurden und die erst im kommenden Jahr Stück für Stück überwunden werden sollen. Gegen Hannover hat das Team einen wichtigen Schritt in diese Richtung genommen. Sie hat ein „Katastrophenspiel“ (Jörg Schmadtke) gewonnen, das sie in der Vorsaison wohl verloren hätte. Zum zweiten Mal in der Rückrunde (nach dem Sieg gegen Frankfurt) hat Köln im richtigen Augenblick eine Reaktion gezeigt. Nicht gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner, sondern gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller. Das ist neu. Das gab es in den letzten Monaten nicht. Erst, wenn der FC konstant gegen Mannschaften punktet, die hinter den Geissböcken liegen, darf von mehr geträumt werden. Bis dahin gilt Schmadtkes Devise: „Jetzt wollen wir die 40 Zähler voll machen. Wir werden noch ein paar Punkte brauchen.“ Das ist nicht sexy, aber das einzig Realistische. Noch.

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