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"Extremer Rückschlag!" U21 nach Pleite unter Schock

Die U21 hat gegen den SC Wiedenbrück mit 1:2 (1:1) verloren und stolpert dem Abstieg aus der Regionalliga West entgegen. Gegen den punktgleichen Tabellennachbarn gaben die Geissböcke eine frühe Führung aus der Hand und vergaben am Ende noch einen Elfmeter zum Ausgleich. Trainer Martin Heck wirkte nach dem Spiel geschockt.

Köln – Vor dem Spiel war klar: Die U21 der Geissböcke durfte diese Partie nicht verlieren, ein Sieg war eigentlich Pflicht. Nach den 90 Minuten wusste jeder, warum. Wieder verloren, wieder die Chance verpasst, Luft zwischen sich und die Abstiegsränge zu legen, wieder ein Rückschlag und Boden verloren.

Özcan trifft, Laux scheitert

Dabei hatte alles so gut begonnen: Salih Özcan hatte schon in der 8. Minute das 1:0 für den Effzeh erzielt, Maurice Exslager hatte mustergültig aufgelegt. Doch weil die Kölner im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zwei weitere Großchancen liegen ließen – erst verspielte Exslager eine Kopie des 1:0 durch einen schwachen Pass auf Özcan, dann versagten Christian Kühlwetter alleine vor dem Tor die Nerven – kam Wiedenbrück wieder in die Partie.

Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen den SC Wiedenbrück mit 1:2. (Foto: GBK)

Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen den SC Wiedenbrück mit 1:2. (Foto: GBK)

Günter Mabanza beging ein überflüssiges wie dummes Foul im Strafraum und bescherte Kamil Bednarski die Chance zum Ausgleich vom Elfmeterpunkt. Der SC-Spieler traf – und das gleich doppelt. Denn in der zweiten Hälfte ließ er erst Firat Tuncer im Laufduell stehen und markierte dann den Siegtreffer mit der Pike. Dass Marius Laux kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter für den Effzeh verschoss, krönte einen für die Jung-Geissböcke katastrophalen Nachmittag im Franz-Kremer-Stadion.

Solange es nicht vorbei ist, machen wir weiter

„Das war ein extremer Rückschlag“, resümierte ein sichtlich mitgenommener Martin Heck nach der Partie. Der FC-Coach hatte keine Erklärung, warum seine Mannschaft einmal mehr nach einer Führung das Fußballspielen und Toreschießen eingestellt hatte. „Immer, wenn wir in Führung sind, verlieren wir den Mut weiterzuspielen“, sagte der ratlose Trainer. „Wir machen einfach nicht den Deckel auf unsere Spiele. Das 1:1 war der psychologische Rückschlag, der uns in der zweiten Hälfte das Spiel gekostet hat.“

Mit weiterhin 34 Punkten aus nun 31 Spielen liegen die Kölner zwar noch immer auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Doch die Situation bleibt weiter trügerisch, weil der FC weit mehr Spiele absolviert hat als die Konkurrenz. Heck weiß längst, was die Stunde geschlagen hat. Der Abstieg rückt bei nur noch fünf ausstehenden Partien (zumindest für den FC) immer näher. „Solange es nicht vorbei ist, machen wir weiter. Das ist unsere einzige Aufgabe“, so der 33-Jährige. Es klang genau wie das, was es war: eine Durchhalteparole.

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