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Bleibt Jojic in Köln? "Das muss der Trainer entscheiden"

Beim 2:2 in Dortmund zeigte sich der 1. FC Köln mit starkem Umschaltspiel und schnellen Kontern erfolgreich. Trotz der mageren Ballbesitzes von zeitweilig unter 20 Prozent konnte sich der Effzeh so ein Übergewicht an Chancen erarbeiten. Überzeugen konnte dabei vor allem einer, der bis dato eigentlich eine Saison zum Vergessen gespielt hatte. Bei seiner Verpflichtung noch als Heilsbringer gefeiert, durfte Milos Jojic meist nur von der Bank dem Spielgeschehen zusehen. Bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte überzeugte der Serbe dafür umso mehr – nicht nur wegen seines herrlichen Treffers.

Dortmund – Als Milos Jojic in der 43. Minute alleine auf Roman Bürki zulief, erwartete man schon fast ein unsicheres „Schüsschen“ in die Arme des BVB-Keepers. In den vergangenen Wochen hatte der 1,74 Meter große Mittelfeldspieler nicht gerade vor Selbstvertrauen gestrotzt. Doch was Jojic mit dem Ball anstellte, zeigte seine ganze Klasse. Er löffelte den Ball einfach ganz lässig über den herausstürmenden Schweizer Nationaltorhüter zum 2:1-Führungstor in die Maschen. Dass sein Jubel danach verhalten ausfiel, war verständlich. Doch eigentlich hätte der Serbe nach solch einer verkorksten Saison explodieren müssen.

Vom Transfer-Coup zum Flop?

So feierte der 1. FC Köln die Saison 2015/16 in Deutz. (Foto: GBK)

So feierte der 1. FC Köln die Saison 2015/16 in Deutz. (Foto: GBK)

Was musste sich der 24-Jährige in dieser Spielzeit alles anhören. Nicht fit genug für 90 Minuten sei er, hieß zu Beginn der Saison. Seine Aktionen würden zu lässig wirken, teilweise sogar lustlos. So stand der Mittelfeldspieler, der auch für seine Stärke bei Standards nach Köln geholt wurde, nur beim Saisonauftakt gegen Stuttgart in der Kölner Startelf.

Milos Jojic drohte zum Transfer-Flop zu werden. Trainer Peter Stöger betonte zwar immer wieder, dass er an die Qualitäten des sensiblen Serben glaube, doch zu selten konnte Jojic diese auch zeigen. In der Winterpause arbeitete der Serbe dann insbesondere an seiner Fitness. Er wollte sich zur Rückrunde in einer anderen Form zeigen, doch auch das gelang ihm nicht wirklich.

Weiterlesen: Das sagen die Verantwortlich über den Serben

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5 Kommentare
  1. Mucki
    Mucki says:

    Damit er nicht zur Mannschaft nächste Saison gehört, müsste erst einmal jemand bereit sein, mindestens den gleichen Betrag zu zahlen, den der FC an Dortmund überwiesen hat. Nach dieser Saison ist das völlig unrealistisch. Von daher erübrigt sich die Diskussion. Allerdings zeugt es von Demut und der damit verbundenen richtigen charakterlichen Einstellung von Milos, davon zu sprechen dass er bleiben und sich durchsetzen will.

  2. Nick
    Nick says:

    Er hat diese Saison enttäuscht. Das ist Fakt. Aber ich würde ihn auch nur abgeben, wenn wir unser Geld wieder bekommen…ansonsten würde ich ihm die Aufgabe geben, zur neuen Saison 3-4 Kilos runter zuarbeiten. Für mich wirkt er nicht schnell und beweglich genug…solange Matze Lehmann schneller ist als er würde der bei mir keine Minute von Beginn an spielen, das sollte auch sein Anspruch sein…wenn er fit ist, kann er sicher mehr zeigen.

  3. Pit
    Pit says:

    Die Kritikpunkte sind sicherlich richtig, trotzdem bin ich der Meinung, dass ihm Stöger mehr Chancen hätte geben sollen. Nur durch Training kann man nichts reissen…
    Wenn Stöger noch eine Position und Chance für ihn sieht, dann müssen sie ihm ganz klare Vorgaben machen…ansonsten wäre eine Ausleihe wohl am sinnvollsten…

  4. BÄRBELCHEN
    BÄRBELCHEN says:

    Jojic sieht man sein Übergewicht an. Schon die ganze Saison über spannt sein Trikot am Bauch. Auch im Gesicht sieht man, das er nicht austrainiert ist. Das muss er in den Griff bekommen. Nach der verkorksten Saison und dem versöhnlichen Abschluss hat er sich aber eine Chance verdient. Es wird eh keiner mehr als die 3 Mio. bieten, die er gekostet hat. Also, fit machen, stark machen für die neue Saison.

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