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Statistik beweist: Darum sollte Köln nicht Zehnter werden

Vor 15 Jahren, in der Saison 2000/01, musste der 1. FC Köln am 33. Spieltag beim SV Werder Bremen und am 34. Spieltag bei Borussia Dortmund ran. Die europäischen Plätze wären noch in Reichweite gewesen, doch die 1:3-Niederlage gegen Werder und das 3:3 in Dortmund ließen die Träume von Trainer Ewald Lienen und seinem Team platzen. Der Effzeh wurde am Ende Zehnter – und stieg in der Folge-Saison ab.

Köln – Es war die Saison, in der ein Serie besonderer Abstiege begann. Der Tabellen-Zehnte einer Vorsaison musste in den Folgejahren im Schnitt jedes zweite Jahr absteigen. Köln wurde zweimal Zehnter (00/01 und 10/11), auch 1860 München (02/03), Borussia Mönchengladbach (05/06), Eintracht Frankfurt (09/10) und den 1. FC Nürnberg (12/13) traf es. Sie alle wurden in einer Saison Zehnter und stiegen im Folgejahr ab.

Trifft nun Werder Bremen das Schicksal des Zehnten?

In diesem Jahr könnte es erneut einen Zehnten der Vorsaison treffen, den SV Werder Bremen. Er wäre der siebte Klub in 14 Jahren, den das Schicksal des Zehnten träfe. Kein Wunder, dass FC-Fans am Rande des Trainingsgeländes bereits davon sprechen, dass der Effzeh doch bitte in dieser Saison alles werden solle, nur nicht Zehnter.

Der 1. FC Köln gewinnt gegen Borussia Dortmund mit 2:1. (Foto: JP)

Der 1. FC Köln gewinnt im Hinspiel gegen Borussia Dortmund mit 2:1. (Foto: JP)

Beim 1. FC Köln hat man keine Intention, als aktuell Neunter noch abzurutschen, aber weniger aus Aberglaube als aus Verpflichtung des bisher Geschafften gegenüber. FC-Coach Peter Stöger sagte nach dem Bremen-Spiel, nicht wissend, was der zehnte Platz für eine Historie hat: „Es ist schon ein kleiner Unterschied, ob wir Achter oder Zehnter werden.“ Damit hat er gleich doppelt Recht. Aktuell ist Köln Neunter, punktgleich mit dem Achten aus Wolfsburg, zwei Zähler vor Ingolstadt auf dem ominösen zehnten Rang. Während der VfL am 34. Spieltag daheim gegen den VfB Stuttgart spielt, müssen Köln (in Dortmund) und der FC Ingolstadt (in Leverkusen) zu schweren Auswärtspartien reisen.

Ein 3:3, wie vor 15 Jahren, würde dem Effzeh in Dortmund reichen, um mindestens Neunter zu bleiben. Damals hatte Markus Kreuz mit einem Doppelpack (und Dédé mit einem Eigentor) für den Kölner Punkt gesorgt. In diesem Jahr ruhen die Hoffnungen einmal mehr auf Anthony Modeste. Nach seinem Siegtor im Hinspiel hätten die Geissböcke sicher nichts dagegen, wenn er auch im Rückspiel für einen explosionsartigen Jubelmoment sorgen würde.

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