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Ujahs Rückkehr zwischen Spektakel und Abstiegskampf

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln den SV Werder Bremen zum letzten Heimspiel der Saison. Während der Effzeh unbedingt den achten Tabellenplatz verteidigen will, geht es für Werder noch ums blanke Überleben in der Bundesliga. Der ehemalige FC-Stürmer Anthony Ujah kommt mit neuem Selbstvertrauen in seine alte Heimat und will seine Mannschaft um Trainer Viktor Skripnik zum Klassenerhalt schießen. Ujah freut sich auf seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, erwartet aber auch Pfiffe.

Köln – Es ist auf den Tag genau ein Jahr her, da sickerte der Transfer des ehemaligen Publikumslieblings Anthony Ujah zu Werder Bremen durch. Damals sorgte der Wechsel für reichlich Wirbel, denn zum Zeitpunkt der Bekanntgabe (Ujah posierte auf einem Foto vor einem „100 Prozent Werder“ Schild) war der Effzeh noch nicht endgültig gerettet. Der Nigerianer war zu dem Zeitpunkt mit zehn Saisontoren der treffsicherste Schütze der Domstädter, den Heldenstatus verspielte er jedoch durch die Veröffentlichung des Fotos binnen Sekunden.

Ujah freut sich, erwartet aber Pfiffe

Der 25-Jährige freut sich dennoch auf seine Rückkehr nach Köln: „Ich freue mich darauf, mal wieder dort zu spielen. Aber das wird keine schöne Atmosphäre für mich. Es wird Pfiffe geben, aber so ist das im Fußball. Wie zuletzt auch bei Mats Hummels in Dortmund.“

Anthony Ujah.

Anthony Ujah posiert für den SV Werder Bremen.

Nichtsdestotrotz haben sich mittlerweile alle Parteien mit dem Wechsel abgefunden. Denn FC-Manager Jörg Schmadtke holte mit Anthony Modeste einen mindestens gleichwertigen Ersatz für Ujah. Der Franzose spielt nicht nur wegen seiner bisherigen 14 Saisontreffer eine starke Spielzeit. Auch für Anthony Ujah läuft es in der laufenen Saison nicht schlecht: Elf Treffer und vier Vorlagen stehen auf dem Konto des 25-Jährigen.

Peter Stöger hat die Leistungen von Ujah bei seinem neuen Klub aufmerksam verfolgt: „Tony hat abgerufen, was Bremen sich wohl erwartet hat. Seine Trefferquote ist in Ordnung, bei uns hatte er letzte Saison zehn Tore gehabt und dabei mehr gespielt. Das macht er schon ordentlich.“ Allerdings wird sich die Freude über ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Publikumsliebling wohl in Grenzen halten. Nicht nur aufgrund seines unrühmliches Abgangs vor einem Jahr, sondern auch wegen den Äußerungen Ujahs nach dem Hinspiel (1:1) gegen Bremen, als er Abwehrchef Dominic Maroh stark attackierte.

Weiterlesen: Ujah und Pizarro – ein gefährliches Duo

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