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Doppelter Modeste: Tor-Tony schon in Frühform

Der 1. FC Köln hat sein zweites Testspiel in der Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison 2016/17 mit 3:2 (2:1) bei Arminia Bielefeld gewonnen. Anthony Modeste (19., 30.) schnürte einen Doppelpack. Marcel Risse erzielte den späten Siegtreffer (86.). Trainer Peter Stöger zeigte sich hinterher zufrieden.

Bielefeld – Nach dem 4:0-Aufgalopp im Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf war das Duell in der SchücoArena gegen den Zweitligisten der erste ernsthafte Test für die Geissböcke. Erfreulich: Anthony Modeste traf wie schon gegen die Burgenland-Auswahl doppelt, hat nun schon vier Testspiel-Treffer auf seinem Konto. Der Franzose ist in Frühform – dem Effzeh kann es nach dem Wechsel-Theater im Juni nur recht sein.

Die Testspiel-Bühne

Schwere Beine nach einer harten Trainingswoche, dazu in einem neuen System (3-5-2): Der Effzeh stand vor keiner leichten Aufgabe gegen Bielefeld, das schon in zwei Wochen in die Zweite Liga startet. Das Ergebnis sollte zwar nicht im Vordergrund stehen. Doch neben der körperlichen Einheit sollten bereits erste taktische Elemente trainiert werden.

Das Spiel in zwei Akten

Offensiv gelang dies gut, defensiv gab es noch einige Abstimmungsprobleme. Fabian Klos konnte erst eine Unordnung nach einer Ecke zu einem Foulelfmeter-Treffer nutzen. Timo Horn hatte ihn zu Fall gebracht. Dann hätte der Stürmer fast das 2:0 für die Arminia gemacht, doch sein Schuss ging frei vor Horn über den Kasten. Im Gegenzug köpfte Anthony Modeste eine Ecke von Milos Jojic zum Ausgleich ein und verwandelte wenig später nach einem fatalen Missverständnis in der Bielefelder Defensive freistehend zur Kölner Führung.

Anthony Modeste trifft zum 2:1 für den Effzeh. (Foto: TFS)

Anthony Modeste trifft zum 2:1 für den Effzeh. (Foto: TFS)

Nach der Pause übernahm Bielefeld das Kommando. Dennoch kam der Effzeh zu Großchancen. Simon Zoller und Artjoms Rudnevs scheiterten mehrfach am glänzend aufgelegten Wolfgang Hesl. Es war Keanu Staude vorbehalten, das Tor des Tages zu erzielen. Er schlenzte den Ball vom Strafraumeck in den Winkel zum 2:2-Ausgleich. Anschließend ging es hin und her. Köln hätte alleine durch Rudnevs wieder in Führung gehen müssen. Hinten hielt aber Horn ebenso klasse zweimal gegen die Arminen. Schließlich spielte Marco Höger auf rechts Marcel Risse per Hackentrick frei. Risses Flanke landete abgefälscht zum 3:2-Sieg im Bielefelder Tor.

Das sagte Peter Stöger

„Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten genug Torchancen. Ein paar Sachen im Spielaufbau waren richtig in Ordnung, einige Dinge in der Abstimmung haben noch nicht so gut funktioniert. Aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt normal. Alles in allem nach dem harten Training war das okay. Es war klar, dass Fehler passieren würden. Die werden wir besprechen. Aber die Jungs sollten vor allem läuferisch alles abrufen, engagiert spielen. Das haben sie gemacht.“

„Taktisch konnten wir nicht erwarten, dass das neue System heute schon komplett funktioniert. Aber das war trotzdem schon ordentlich, vor allem offensiv. Defensiv spielen wir mehr Risiko, da braucht es noch etwas mehr Kommunikation. Dass Tony Modeste heute seine Chancen verwertet hat, ist gut für ihn. Die anderen Stürmer hatten ihre Chancen, das ist auch wichtig.“

So spielte der Effzeh: Horn – Maroh (46. Klünter), Sörensen (46. Mavraj), Heintz – Olkowski (46. Risse), Özcan (46. Höger), Lehmann, Jojic (46. Bittencourt), Rausch (46. Mladenovic) – Osako (46. Zoller), Modeste (46. Rudnevs)

Tore: 1:0 Klos (12., FE), 1:1 Modeste (19.), 1:2 Modeste (30.), 2:2 Staude (59.), 2:3 Risse (86.)


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2 Kommentare
  1. BM
    BM says:

    Das war eigentlich nicht viel, was der FC In Bielefeld gezeigt hat, wobei ich allerdings nicht beurteilen kann, was man bei diesem Stand der Vorbereitung eigentlich erwarten kann; andererseits sind auch die Bielefelder mit neuem Trainer noch komplett in der Übungsphase, also ebenfalls nicht sonderlich weit.
    Zu Plus und Minus bei einigen Spielern: Erschrocken war ich über Olkowski, der die 1:1-Situationen gegen den wahrlich nicht starken Schuppan regelmäßig verlor, der „alte“ Olkowski hätte den Bielefelder wohl regelmäßig ausgetanzt. Lehmann war in Halbzeit 1 ebenfalls komplett von der Rolle, nach der Pause allerdings einer der besten Spieler beim FC. Einigermaßen gut waren Osako und Jojic sowie Modeste in der Chancenverwertung, der junge Özcan solide. Klünter, der den zweiten Treffer verschuldete, als er vom Bielefelder Youngster Staude ausgespielt wurde, ist wohl noch weit von der Bundesligatauglichkeit entfernt. Mavray und Maroh mit erstaunlich vielen Abspielfehlern, ohne groß gefordert zu sein. Der Auftritt von Rausch, auch von Höger, blieb fehlerbehaftet; Rudnevs war zwar sehr aktiv und ziemlich viel unterwegs, aber er allein hätte das Spiel für den FC klar entscheiden müssen.
    Fazit: Da wird viel mehr kommen müssen, in Aachen hat’s allerdings wohl ebenfalls noch nicht so richtig geklappt.

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