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Erwartungen an eine kaum kalkulierbare Saison

Am Samstag geht es für den 1. FC Köln in die neue Bundesliga-Spielzeit. Was ist drin nach drei Jahren des Aufwärtstrends und der Stabilisierung? Echte Rückschritte musste der Effzeh unter Trainer Peter Stöger bislang nicht hinnehmen, echte Krisen nicht überstehen. Die Erwartungen sind also erneut gestiegen. Zurecht? Stöger warnt. Negativ-Beispiele gibt es zuhauf.

Köln – Die Geissböcke haben sich mittlerweile in der Bundesliga etabliert. Die einstige Fahrstuhlmannschaft hat unter der Führung von Peter Stöger und Sportchef Jörg Schmadtke den Weg in ruhigere Fahrwasser gefunden. Doch dass es genau so schnell wieder nach unten gehen kann, ist den Verantwortlichen bewusst.

Du kannst als Kölner nicht sagen: Uns kann nichts passieren!

Die Zielsetzung ist mittlerweile bekannt: Platz neun und 43 Punkte, wie in der vergangenen Saison. Doch ein Blick auf die Konkurrenz zeigt, dass sich die Geissböcke dafür werden strecken müssen. Klubs wie der HSV und Hoffenheim lagen in der vergangenen Saison hinter Köln, haben nun aufgerüstet. Mit RB Leipzig kommt ein, wenngleich unbeliebter, doch ambitionierter und finanzstarker Klub in die Liga. Augsburg will wieder weg von unten, Bremen – trotz Pokal-Aus – eigentlich auch.

Kein Wunder, dass Stöger mahnt. „Wir wollen eine ähnliche Situation schaffen wie letztes Jahr. Aber wenn das Spielglück nicht da ist und die Gegner richtig gut sind, kann das knapp werden. Auch, wenn wir davon nicht ausgehen wollen.“ Dem Österreicher eilt der Ruf voraus, auf Understatement zu setzen. In Köln lange Zeit völlig fremd, mittlerweile aber durchaus salonfähig. Wenngleich selbst Experten dem Effzeh schon in der kommenden Saison zutrauen, mit einem Auge auf Europa zu schielen. „Ich versuche, das realistisch einzuschätzen. Gladbach war vor kurzem noch ganz unten, auch Dortmund war schon unten drin. Stuttgart und Hannover sind abgestiegen. Auch Freiburg und Augsburg, die schon Europa League gespielt haben, waren auf einmal unten dabei. Dann kannst du als Kölner nicht sagen: Uns kann nichts passieren.“

Weiterlesen: So denkt Stöger über die Chancen des Effzeh, Leverkusen und Gladbach

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