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Keine Kompromisse: Höger ist Kölns fairer Grenzgänger


Sie haben sich dem Effzeh für fünf Jahre verschrieben. Dann sind Sie 32…
Das habe ich ganz bewusst so gemacht. Schon zu Schalker Zeiten war es ein offenes Geheimnis, dass ich irgendwann für den FC spielen möchte. Jetzt war die Zeit gekommen. Und dass ich für fünf Jahre unterschrieben habe, sagt eigentlich alles.

Ich habe mich gegen England und für den FC entschieden

Dieser Tage wird viel über die Premier League gesprochen. War das für Sie eine Option?
Eine Option war das immer, weil eine Auslandserfahrung einen immer weiterbringt. Aber ich wusste nicht, ob sich später noch einmal die Gelegenheit geboten hätte, nach Köln zu wechseln. Deswegen wollte ich das jetzt unbedingt wahrnehmen und habe mich gegen England und für den FC entschieden.

England ist als Schlaraffenland des Fußballs von China abgelöst worden. Wie sehen Sie diese Veränderung auf dem Transfermarkt?
Ich kann es verstehen, wenn einem Spieler das dreifache Gehalt geboten wird und dieser dann „Ja“ sagt. Aber sportlich muss man sich halt bewusst sein, dass es vorbei sein kann, wenn man jetzt nach China geht. Da spielt es keine Rolle, wie alt man ist. Dafür sind die Leistungsunterschiede zu groß. Am Ende muss aber jeder für sich entscheiden, was wichtiger ist.

Geld verändert den Fußball, Emotionen gehen verloren

Ist das denn noch der Fußball, den Sie als Kind begonnen haben?
Als Kind hat man natürlich so einen Vorstellung seines Traumberufes. Aber dann merkt man schnell, dass der Beruf noch viel mehr beinhaltet als nur Fußball spielen. Das ist nicht nur Training und Spiel, wirtschaftliche Aspekte spielen auf allen Ebenen eine Rolle. Heute weicht das Profi-Dasein komplett von meinen Vorstellungen als Kind ab. Das Geld verändert den Fußball natürlich, Emotionen gehen verloren, wenn Spieler nur wegen des Geldes ihren Klub oder ihre Liga verlassen. Aber andererseits ändert das nichts an der Qualität der Mannschaften oder Ligen. Die wird in der Bundesliga dadurch vielleicht sogar noch höher.

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