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"Preiserhöhung war legitim!" FC-Trikot im Liga-Vergleich

Der 1. FC Köln hat im Vergleich zur vergangenen Saison die Preise für seine Trikots um zehn Euro angehoben. Im Vergleich mit den weiteren 17 Bundesligisten liegt der Effzeh damit nun im Mittelfeld. In der vergangenen Spielzeit hatten die Geissböcke noch die preiswertesten Jerseys angeboten – zusammen mit Aufsteiger Darmstadt. Alexander Wehrle erklärte nun, wie es zu der Entscheidung kam.

Köln – Eine Übersicht, erstellt vom „RedaktionsNetzwerk Deutschland“, hat festgestellt: Der 1. FC Köln liegt im Liga-Vergleich mit seinen Trikotpreisen wie auch in der sportlichen Tabelle der letzten Saison auf dem neunten Rang. Mit 92,94 Euro (79,99 EUR plus 12,95 für die Beflockung) haben sich die Kosten für die Erima-Leibchen also um zehn Euro erhöht – in der vergangenen Spielzeit hatte der Effzeh seine Trikots noch für 69,99 Euro (zuzüglich Flock) und damit knapp acht Euro unter dem Liga-Durchschnitt verkauft.

Wehrle: Erst einmal keine weitere Preiserhöhung geplant

„Wir haben die Trikotpreise in diesem Sommer erstmals nach einigen Jahren wieder erhöht, obwohl uns Erima schon letztes Jahr dazu geraten hatte“, erklärte Geschäftsführer Alexander Wehrle dem GEISSBLOG.KOELN. „Wir hätten in der letzte Saison eine Erhöhung aber nicht als angemessen empfunden, weil wir gerade erst ein Jahr wieder in der Bundesliga waren.“

Die Erhöhung folgte nun vor dem dritten Bundesliga-Jahr in Folge, wird aber – das erklärte Wehrle – auf absehbare Zeit die letzte Erhöhung gewesen sein. „Die Kosten sind für Erima gestiegen, deswegen haben wir dieses Mal einer Erhöhung zugestimmt, haben damit aber nun erstmal für einige Zeit Ruhe.“ Der Vertrag mit Ausrüster Erima läuft im Jahr 2018 aus. Erst danach wird wohl wieder darüber entschieden werden, wie die künftige Preisstruktur aussehen wird – abhängig vom dann neuen (oder alten) Ausrüster.

Schalke und Eintracht nehmen das meiste Geld

Obwohl eine Reihe FC-Fans nicht glücklich war aufgrund der Preiserhöhung, macht der Liga-Vergleich deutlich: Andere Klubs bitten ihre Fans mehr zur Kasse. Insbesondere der FC Schalke 04, als einziger Klub in diesem Jahr mit einem Trikot-Gesamtpreis von über 100 Euro. Im vergangenen Jahr hatte nur Eintracht Frankfurt diese Grenze geknackt, hatte sich aus strategischen Gründen in diesem Jahr für einen symbolisch zweistelligen Betrag (99,95 EUR) entschieden. Sind diese 100 Euro also die Schmerzgrenze?

Weiterlesen: Das sagt Wehrle zur Schmerzgrenze – so laufen die Verkäufe

12 Kommentare
  1. Nick
    Nick says:

    Ich find den Preis noch ok – 80€ ohne Flock. Qualität der letzten und dieser Saison könnte dafür aber trotzdem noch etwas wertiger sein. Ob der Standardspieler-Flock 12,95€ kosten muss, ist die andere Frage. Vielleicht könnte man ja hier z.B. Familien mit Kindern entgegen kommen – 5€.

    Das das Schwarze so gut ankommt, war ja nicht unbedingt zu erwarten. Wenn man 1500 Ausweichstrikots über die gesamte letzte Saison verkauft hat, dann würde ich auch nicht sofort 5000 schwarze produzieren. Schwarz gabs noch nie, da kann man auch drauf sitzen bleiben…Ist jetzt dumm gelaufen, aber für den der nicht warten will, gibts ja noch genug Weiße und Rote.

    Mir selbst sind die roten und weißen zu ähnlich zum letzten Jahr, daher hoffe ich aufs Fastelovenstrikot und warte auch noch was…

  2. Gerry
    Gerry says:

    Naja,
    wir hatten ja sogar mal schwarz-rote mit Gerling damals noch vorne drauf. Die haben sich quasi gar nicht verkauft, weil unterstellt wurde, man sähe wie Leverkusen aus. Finde es auch etwas überraschend, dass das „Argument“ auf einmal gar nicht mehr kam.
    Jedenfalls verstehe ich nicht, warum man sich da so sehr drüber aufregt. Wenn man unbedingt das schwarze Trikot haben will, wartet man halt bis November. Sieht für mich nach „Einzelkind-Syndrom“ aus (ohne, dass ich denen auf die Füße treten wollte) – „ich muss immer alles, was ich will, auch direkt haben“. Kann man ja auch positiv sehen, so könnt ihr den Moment der Vorfreude verlängern ;) Finde jedenfalls nichts peinlich daran, wenn man von hohen Verkaufszahlen überrascht wird und bin sehr viel glücklicher, wenn der FC dann 2 Trikots weniger verkauft als wenn sie direkt 4000 Stück produzieren und am Ende der Saison 2000 in den Müll werfen.

  3. Profi
    Profi says:

    Was ich hier nicht verstehe ist doch , warum muss ich für Reklame REWE fast 100€ bezahlen ? Die Qualität kommt aus Asien ,oder sonst wo her. Herstellung- Preis Pro Trikot 2-5€ plus Überführen 8€ . Wie immer wird doch der Fan abgezogen. Ein Nick findet 80 € Ok. Gut das er viel verdient. Stehplatz Südkurve kann sich das wohl leisten, doch Vater von 3 Kids nicht. Wenn man Finanzschwach ist ,sollte man den FC – Fan nicht über Anleihen und Trikots abzocken.
    Ich brauche hier keine Kommunikation über was bist du denn für einer. Lest den Text , und denkt mal drüber nach um was es eigentlich geht. Dem Fan die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Alle Trikots ohne Werbung für 20 € und davon noch 5€ vom Verein für EIN HERZ FÜR KINDR.

  4. Fredi
    Fredi says:

    „Es gehe am Ende um Angebot und Nachfrage“ in einem Aktienunternehmen würde ich Herrn Wehrle sicherlich recht geben, wir sind aber immer noch ein Verein, gerade die Triktopreise für Kinder (die da auch ziemlich schnell rauswachsen) halte ich für ein Witz!

  5. Nick
    Nick says:

    Das eigentliche Problem, generell, ist doch…das das Geld einfach nichts mehr wert ist. Mit dem Werteverfall des Geldes schießen die Endverbraucherpreise in die Höhe…leider auch beim Fussball…wer hätte früher 160 DM / mit Flock 200 DM für ein Trikot bezahlt…??? Wenn die Gehälter im Tempo des Geldwertverfalls mit gestiegen wären, sind sie aber leider nicht…

  6. Gerry
    Gerry says:

    @Profi: Die Kritik kann ich völlig nachvollziehen, mir persönlich ist es auch zu teuer, weshalb ich mir keine mehr kaufe (man braucht ja auch keine fünfzig). Dass mehr als Herstellung und Transport anfallen, kann man aber auf Seite 2 dieses Artikels ja ganz gut in der Aufstellung sehen. So aufgedröselt sieht das dann schnell nachvollziehbarer aus. Aber sicherlich könnte der FC auf Trikoteinnahmen völlig verzichten. Ist halt nur die Frage, warum sie sich diesen Luxus leisten sollten, denn das mindert wiederum die Wettbewerbsfähigkeit. Und ich persönlich verzichte lieber auf meinen Trikotkauf und sehe Hector in einem überteuerten Trikot auf dem Platz herumlaufen als dass ich mir einen Benschneider-Flock auf mein günstig erstandenes Trikot mache. Kann man aber natürlich auch anders sehen

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